Neue AKW - KKW & Klimaschutz 2020 / 2021 / Neue Atomkraftwerke / EPR & kleine Thorium-Reaktoren & Neue Gefahren


Veröffentlicht am 21.10.2020 in der Kategorie Atomkraft von Axel Mayer

Neue AKW - KKW / Neue Atomkraftwerke / EPR & kleine Thorium-Reaktoren Neue Gefahren


Neue AKW? Atomlobby will neue, gefährliche Atomkraftwerke



Die internationale Atomlobby war nach den vielen Opfern der "zivilen" Nutzung der Atomkraft, nach Fukushima und Tschernobyl für kurze Zeit ein wenig in Deckung gegangen. Aufgegeben hat sie nicht. Das globale atomare Dorf, die alten mächtigen Seilschaften aus Konzernen, Lobbyisten und Atomparteien funktionieren noch. Es werden zwar viel mehr alte AKW stillgelegt, doch in Diktaturen, Halbdiktaturen und in Ländern in denen der Markt nicht funktioniert werden immer noch AKW gebaut. Der Europäische Druckwasserreaktor EPR und kleine Thorium-Reaktoren bringen neue Gefahren. Mit dem vorgeschobenen Klimaschutz-Argument werden gefährliche neue Atomkraftwerke grüngewaschen. Warum sollen wir auf eine gefährliche, teure Hochrisikotechnologie wie den Thorium Reaktor setzen, wenn wir kostengünstige, umweltfreundliche Alternativen haben aus denen sich keine Atombomben bauen lassen? Häufig bekämpfen die gut organisierten Verfechter des "weiter so" aggressiv die umweltfreundlichen, zukunftsfähigen Alternativen.



Beim neuen EPR in Hinkley Point wird sich die Atomlobby zu Tode siegen


Die britische Regierung gab am 15.9.2016 ihre Zustimmung für das neue AKW-Projekt Hinkley Point. Das Vorhaben solle umgesetzt werden, erklärte Energieminister Greg Clark. Das Projekt mit zwei Reaktoren vom Typ EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) an der Westküste Englands soll nach früheren Angaben rund 21,5 Milliarden Euro kosten, rund ein Drittel soll der chinesische Partner China Nuclear Power Corporation (CGN) finanzieren.

Sonne, Wind & Wasserkraft: Energiealternativen sind kostengünstiger als das britische AKW Hinkley Point
Die Photovoltaik wird schon in wenigen Jahren an vielen Standorten auf der Erde den preisgünstigsten Strom erzeugen können. Das ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) im Auftrag von Agora Energiewende aus dem Jahr 2015. Demnach werden sich die Erzeugungskosten in Mittel- und Südeuropa bis zum Jahr 2025 auf vier bis sechs Cent pro Kilowattstunde verringern, bis 2050 auf zwei bis vier Cent. Seit den 80er-Jahren sind die Preise für Photovoltaiksysteme auf ein Zehntel ihres einstigen Wertes gefallen. Durch technische Fortschritte und steigende Produktionsmengen dürfte die Entwicklung anhalten, wenngleich sich der Preisrückgang naturgemäß verlangsamt.

Im März 2016 hatte EdF-Finanzvorstand Thomas Piquemal seinen Job hingeworfen, weil er das Projekt für größenwahnsinnig und gefährlich für den Bestand des Konzerns hielt. "Wer wettet 60 bis 70 Prozent seines Vermögens auf eine Technik, von der man immer noch nicht weiß, ob sie funktioniert, obwohl man seit zehn Jahren versucht, sie zu bauen?", echauffierte sich Piquemal.
Quelle: Süddeutsche Zeitung


Das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point soll eine skandalöse Vergütung von bis zu elf Cent pro Kilowattstunde erhalten – und dies für 35 Jahre garantiert mit zusätzlichem Inflationsausgleich. Ansonsten könnte es nicht rentabel betrieben werden. Das wird ein riskanter, teurer Spaß für die Energiekunden in England. Bisher waren "nur" die Umwelt-Argumente auf der Seite von uns Atomkraft-Gegnern. Jetzt ist es auch die Ökonomie. In Hinkley Point wird sich die Atomlobby zu Tode siegen.

Gefährliche "neue" Klein-AKW, Mini-Atomkraftwerke, Mini-Reaktoren & Thorium-Reaktoren


sollen zukünftig überall auf der Welt gebaut werden und die Forschung wird massiv mit EU-Geldern gefördert. Aus dem alten, großen Druck- und Siedewasser-Reaktor würden unzählige Klein- und Kleinstreaktoren... Ein zentrales Risiko der vielen, neuen Kleinreaktoren wird in den aktuellen PR-Kampagnen ausgeklammert. In jedem dieser Mini-Reaktoren entsteht die Radioaktivität vieler Hiroshima-Bomben. Ein Unfall oder ein Anschlag auf ein Kleinst-AKW könnte eine Stadt unbewohnbar machen.Viele kleine Reaktoren sind viele kleine, zwangsläufig schlecht gesicherte, potentielle Anschlagsziele. Wenn heute in Syrien und im Irak diese neuen AKW stünden, dann könnte der IS schmutzige Bomben bauen. Auch für die heutigen und zukünftigen Diktatoren der Welt brächte die Möglichkeit, "schmutzige Bomben" zu bauen einen "nordkoreanischen Machtzuwachs".

Die Idee viele neue Atomkraftwerke / Kernkraftwerke auf der Welt zu bauen ist ein globales Selbstmordprogramm und ein atomarer Alptraum, passt allerdings auch gut ins zerstörerische Zeitalter des Anthropozän..


Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:

Zehntausende neue AKW & Flüssigsalzreaktoren wären insbesondere angesichts der Punkte 1, 3 und 4 eine unglaubliche Gefahr.

Aktueller Einschub:



Können wir den Klimawandel ohne Atomenergie stoppen? funk.net - ZDF-Atompropaganda


Atomkraft kann einen Beitrag zur Abkühlung der Erde und des Klimas leisten! Wer die Laufzeit der AKW verlängern und neue Atomkraftwerke bauen und weltweit exportieren will, wie die Macher des ZDF-Films "Können wir den Klimawandel ohne Atomenergie stoppen?", der sorgt dafür, dass immer mehr Länder in den Besitz von "Atomkraftwaffen" kommen.

Mehr Infos:ZDF-Film: Atomkraft, Klimawandel & Greenwash


Wie gefährlich ist Atommüll?
In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heißt, in einem AKW mit 1000 MW entsteht jährlich ca. die Radioaktivität von 1000 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Stoffe ("Isotope") zerfallen in wenigen Jahren (z.B. das klimaschädliche Krypton-85: 10,76 Jahre Halbwertzeit). Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten (z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre). Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten, über mindestens eine Million Jahre(!) geben - über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, sich die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll vorzustellen.



Neue AKW & Klimaschutz?
Die Energy Watch Group schon längst vorgerechnet:
"Um mit Atomenergie nur 10% der heutigen globalen CO2-Emissionen bis 2050 zu senken, müssten bis dahin 2184 neue Atomkraftwerke je 1 GW, neu gebaut werden, also jeden Monat etwa 8 neue Atomkraftwerke ans Netz gehen."
Diese 2184 neuen AKW bräuchten Uran, sie würden die Zahl der schweren Atomunfälle vervielfachen und Atommüll produzieren der eine Million Jahre strahlt und 33.000 Generationen gefährdet. Der weltweite Neubau von AKW brächte immer mehr Länder in den mörderischen Besitz von Atomkraft-Waffen und sie wären im Gegensatz zu Energie aus Wind & Sonne unbezahlbar teuer.




Umfassende Infos zu gefährlichen neuen Klein-AKW, Mini-Atomkraftwerken & Thorium Reaktoren finden Sie
hier








Mehr Infos:
Atomkraftwerk - Atom - Info: Eine umfassende Information zu den Gefahren von AKW, KKW und Atomenergie

Fessenheim strahlt

EPR, Europäischer Druckwasserreaktor, neue AKW - Eine kurze Kritik

Katastrophenschutz & Notfallschutz & AKW

Druckwasserreaktor - Kernreaktor - Atomreaktor

Siedewasserreaktor - Kernreaktor - Atomreaktor

Wikipedia: AKW, KKW, Atomkraftwerk, Kernkraftwerk / Wiki: Die freie Enzyklopädie und die Macht der Atomlobby

AKW und Terrorgefahr

Die CDU und die CSU sind Atomparteien

FDP - Atompartei

Atomare Gefahren in Würenlingen: PSI, Plasmaofen, ZWILAG; Paul Scherrer Institut

Centrale nucléaire:
comment fonctionne un réacteur?

Nuclear-Power
Nuclear Power / Nuclear Energy: How does a pressurized water reactor work?

Kurzinfos zu allen deutschen AKW


AKW Biblis
AKW Brokdorf
AKW Brunsbüttel
AKW Emsland
AKW Grohnde
AKW Grafenreinfeld
AKW Gundremmingen
AKW Isar
AKW Krümmel
AKW Neckarwestheim
AKW Philippsburg
AKW Unterweser


Kurzinfos zu allen schweizer AKW


AKW Beznau
AKW Gösgen
AKW Leibstadt
AKW Mühleberg
AKW Lucens


Links:
Neuer Reaktortyp missachtet internationale Standards
Greenpeace veröffentlicht Sicherheitsbewertung des EPR

Quelle





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  • Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)




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