Handy-Knick & Pillen-Knick - Bevölkerungsentwicklung, demografischer Wandel & sinkende Geburtenrate


Veröffentlicht am 27.06.2026

Handyknick & Pillenknick - Bevölkerungsentwicklung, demografischer Wandel & sinkende Geburtenrate


Im Zeitalter der "Großen Beschleunigung" zählt die globale Bevölkerungsentwicklung zu den zentralen Problemen. Die Weltbevölkerung wächst aktuell, aber das Wachstum verlangsamt sich. Prognosen der Vereinten Nationen zufolge wird das Maximum bei etwa 10,3 Milliarden Menschen in den 2080er Jahren erreicht.

Nicht jeder Mensch auf dieser Welt hat den gleichen ökologischen Impact.
"Ein Milliardär ist so klimaschädlich wie eine Million Menschen", sagt eine Oxfam-Studie. Millionäre wären gerne Milliardäre und Gutverdienende wollen Millionäre sein. Deutsche Arme wäre gerne Gutverdienende & "der arme Rest der Welt" würde gerne so verschwenderisch leben wie wir.


Ein Hoffnungszeichen kommt aus einer unerwartet technischen Richtung.
Als Pillenknick wird der abrupte Rückgang der Geburtenraten bezeichnet, der in vielen Industrienationen ab der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre einsetzte. Der Begriff leitet sich von der zeitgleichen Einführung der Antibabypille ab.

Seit 2008 wird vom"Handy-Knick" gesprochen. Seit 2008 stagnieren oder fallen die Geburtenraten. Auf den Pillen-Knick folgt der Handy-Knick.

Über die Hälfte aller Staaten der Welt – in denen rund 70 % der Weltbevölkerung leben – weist inzwischen eine Geburtenziffer unter dem Bestandserhaltungsniveau von etwa 2,1 Kindern je Frau auf. Dazu gehören nahezu alle europäischen Staaten, die USA und Kanada sowie große Teile Lateinamerikas und Ostasiens; auch viele Länder Südasiens liegen mittlerweile unter dem Bestandserhaltungsniveau. Es wird erwartet, dass der Effekt in Kürze auch in den restlichen Ländern eintreten könnte. "Die weltweite Fertilitätsrate betrug im Jahr 2024 durchschnittlich 2,2 Geburten pro Frau, gegenüber etwa 5 Geburten in den 1960er-Jahren und 3,3 Geburten im Jahr 1990." schreibt die UN

Das Smartphone hat die soziale Interaktion zwischen Menschen grundlegend verändert. Diese Veränderung bringt soziale Probleme und wird weltweit in fast allen Medien als Katastrophe dargestellt, zumindest dann, wenn der Geburtenrückgang das eigene Land betrifft. Sinkende Geburtenzahlen in anderen Ländern und im "Rest der Welt" werden dagegen zumeist positiv dargestellt. Hier vermischt sich steinzeitliches Stammesdenken mit Wachstumsreligion.

Das Beispiel China
Auch wegen der vergangenen 1-Kind-Politik verliert laut UN World Population Prospects 2024 China bis 2054 rund 200 Millionen Einwohner und bis 2100 insgesamt rund 780 Millionen Menschen – mehr als die Hälfte seiner heutigen Bevölkerung.

Die Probleme des Geburtenrückgangs lassen sich durch Gerechtigkeit lösen.
Jahr für Jahr arbeiten Menschen und Maschinen effizienter, doch die Effizienzgewinne sind nie bei den Normalverdienenden
angekommen, während die Superreichen immer reicher werden. Mit Gerechtigkeit und Vermögenssteuern ließen sich diese Probleme lösen.

Mit mehr Gerechtigkeit ließen sich auch weltweit 10,3 Milliarden Menschen einigermaßen versorgen. Das richtig "Gute Leben für Alle" aber wäre mit einer kleineren Weltbevölkerung einfacher zu realisieren.
Axel Mayer


Leider endet diese "aktuellste" Wikipedia-Tabelle im Jahr 2000 und zeigt die aktuellen, oben beschriebenen Entwicklungen noch nicht


Bericht der Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen – Bevölkerungsabteilung (United Nations Department of Economic and Social Affairs – Population Division)

Der Text wurde ungeprüft von einer Maschine übersetzt

Zentrale Botschaften
*Die globale Geburtenrate liegt nach jahrzehntelangem Rückgang nur noch knapp über zwei Geburten pro Frau.
*Die weltweite Fertilitätsrate betrug im Jahr 2024 durchschnittlich 2,2 Geburten pro Frau, gegenüber etwa 5 Geburten in den 1960er-Jahren und 3,3 Geburten im Jahr 1990.
*Obwohl dieser historische Rückgang der Geburtenrate weltweit zu beobachten ist, verlief er in den einzelnen Ländern und Regionen zeitlich sehr unterschiedlich.
*Es wird erwartet, dass die globale Fertilitätsrate weiter sinkt und im Jahr 2050 das Bestandserhaltungsniveau von 2,1 Geburten pro Frau erreicht. Bis 2100 dürfte sie weiter auf 1,8 Geburten pro Frau zurückgehen.
*Die Entwicklung der Geburtenrate bestimmt zusammen mit der Lebenserwartung und der internationalen Migration das Tempo und die Dauer des Bevölkerungswachstums oder -rückgangs sowie Richtung und Ausmaß der Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung, einschließlich der Bevölkerungsalterung.
*Geburtenraten von weniger als zwei Kindern pro Frau werden weltweit zunehmend zur Norm.
*In mehr als der Hälfte aller Länder und Gebiete (55 %), in denen mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung leben, liegt die Geburtenrate unter 2,1 Kindern pro Frau. Zu dieser Gruppe gehören Länder aus allen Weltregionen und Einkommensklassen, darunter einige der bevölkerungsreichsten Staaten der Erde wie Indien, China, die Vereinigten Staaten von Amerika, Brasilien und die Russische Föderation.
*Etwa jedes sechste Land bzw. Gebiet (17 %) hatte im Jahr 2024 zwar noch eine Geburtenrate über 2,1 Kindern pro Frau, wird diesen Wert den Projektionen zufolge jedoch innerhalb der nächsten 30 Jahre unterschreiten. Die bevölkerungsreichsten Länder dieser Gruppe sind Indonesien und Bangladesch.
*Sehr niedrige Geburtenraten führen zu Bevölkerungsrückgang und einer deutlich älteren Bevölkerung.
*In mehr als jedem zehnten Land bzw. Gebiet weltweit liegt die Geburtenrate inzwischen unter 1,4 Kindern pro Frau. In vier Ländern – China, der Republik Korea, Singapur und der Ukraine – liegt sie sogar unter 1,0.
*Bleibt eine Geburtenrate von unter 1,4 Kindern pro Frau über mehrere Jahrzehnte bestehen, führt dies zu einem raschen Bevölkerungsrückgang und zu einer deutlichen Verschiebung der Altersstruktur hin zu älteren Altersgruppen.
*In den Bevölkerungsprojektionen der Vereinten Nationen wird für Länder und Gebiete mit sehr niedriger Geburtenrate angenommen, dass die Zahl der Geburten pro Frau leicht über das heutige Niveau ansteigt, jedoch insgesamt sehr niedrig bleibt. Eine Rückkehr zu einer Geburtenrate von 2,1 oder mehr Kindern pro Frau innerhalb der nächsten 30 Jahre gilt als sehr unwahrscheinlich.
*Auch in Ländern mit bislang höheren Geburtenraten geht die Fertilität zurück.
*Derzeit liegt die Geburtenrate in 45 % der Länder und Gebiete weltweit bei 2,1 Kindern pro Frau oder höher. In diesen Ländern lebt etwa ein Drittel der Weltbevölkerung.
*In mehr als jedem zehnten Land bzw. Gebiet (13 %) beträgt die Geburtenrate weiterhin 4,0 Kinder oder mehr pro Frau. Diese Länder befinden sich überwiegend in Subsahara-Afrika, umfassen jedoch auch Afghanistan, den Sudan und den Jemen. Das bevölkerungsreichste Land dieser Gruppe ist Nigeria.
*Im Jahr 1994 wiesen noch vier von zehn Ländern und Gebieten eine Geburtenrate von 4,0 oder mehr Kindern pro Frau auf. Von diesen Ländern liegt heute ein Drittel unter 2,1 Kindern pro Frau, während ein weiteres Drittel weiterhin Geburtenraten von über 4,0 Kindern pro Frau aufweist.
*Es wird erwartet, dass die Geburtenraten auch in den heute noch geburtenstarken Ländern weiter sinken. Nach den Projektionen wird 2054 kein Land oder Gebiet mehr eine Geburtenrate von über 4,0 Kindern pro Frau aufweisen, und weniger als ein Drittel (30 %) der Länder wird dann noch über dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1 Kindern pro Frau liegen.


United Nations Department of Economic and Social Affairs • Population DivisionVII
Key messages
Global fertility is just above 2 births per woman, after falling for several decades.
• The global fertility rate in 2024 was 2.2 births per woman on average, down from around 5 in the 1960s and 3.3 in
1990.
• Although this historic reduction in fertility has been experienced worldwide, its timing differs substantially across
countries and regions.
• The global fertility rate is projected to continue to decline, reaching the replacement level1 of 2.1 in 2050 and falling
further to 1.8 births per woman in 2100.
• Trends in fertility, together with trends in life expectancy and international migration, determine the speed and duration
of population growth or decline as well as the direction and magnitude of changes in the population age distribution,
including population ageing.
Fertility levels of less than 2 births per woman are becoming the global norm.
• In over half of all countries and areas (55 per cent),2 with more than two thirds of the global population, the fertility level
is below 2.1 births per woman. This group crosses all regions and income groups and includes some of the world’s
most populous nations, such as India, China, the United States of America, Brazil and the Russian Federation.
• One in six countries and areas (17 per cent) had fertility levels above 2.1 in 2024 but are projected to fall below this
level within the next 30 years. The most populous countries in this group are Indonesia and Bangladesh.
Very low fertility leads to population decline and a much older population.
• In more than 1 in 10 countries and areas globally, fertility is now below 1.4 births per woman. In four countries – China,
the Republic of Korea, Singapore and Ukraine – it is below 1.0.
• If sustained over decades, fertility levels below 1.4 births per woman result in rapid population decline and a
pronounced shift in the population age distribution towards older ages.
• In the United Nations projections of future population for countries and areas with very low fertility, the number of
births per woman is assumed to increase slightly above current levels while remaining very low. A return to fertility
levels of 2.1 or higher within the next 30 years seems very unlikely.
Fertility has been falling also in countries with higher birth rates.
• Today, fertility levels are at or above 2.1 births per woman in 45 per cent of countries and areas globally, which are
home to roughly a third of the global population.
• Over 1 in 10 countries and areas (13 per cent) still have fertility levels of 4.0 or higher. This group is found mostly in
sub-Saharan Africa but also includes Afghanistan, Sudan and Yemen. The largest country in this group is Nigeria.
• In 1994, 4 in 10 countries and areas had fertility levels of 4.0 or higher. Among these, one third now have fertility levels
below 2.1, while another one third continue to have levels above 4.0 births per woman.
• Fertility is expected to continue to fall in countries with high fertility levels today. No country or area is projected to
have a fertility level greater than 4.0 in 2054 and fewer than one third (30 per cent) will still have fertility above 2.1
births per woman





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Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein
Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur, Umwelt & Gerechtigkeit.


Getragen von der kleinen Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)



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