Kritik: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko – Trump, Infantino, FIFA, rote Karte & Gier
Veröffentlicht am 07.07.2026

Kritik: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko – Trump, Infantino, FIFA, rote Karte & Gier
Nachtrag:
Wenn US-Präsident Trump mit einem Anruf bei FIFA-Präsident Infantino eine Rotsperre kippen kann, beschädigt das den Eindruck von Fairness und Unabhängigkeit im Fußball. Der Vorgang stinkt zum Himmel und wirkt weniger wie Sportrecht – und mehr wie politische Einflussnahme.
"Die Gerechtigkeit (und das Recht) sind wie ein Spinnennetz – die Kleinen hält es fest – die Großen zerreißen es einfach"
Nach einem alten lateinischen Zitat
Fußball kann eine wunderbare Sportart sein, und er begeistert Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Das Spiel verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft, fördert Teamgeist, Fairness und Bewegung. Durch seine einfachen Regeln kann es fast überall gespielt werden und schafft gemeinsame Erlebnisse, die Grenzen von Sprache, Kultur und Alter überwinden. Gerade deshalb gilt Fußball als eine der beliebtesten Sportarten der Welt.
Die Fußball-WM 2026 in den USA steht nicht für die oben genannten Werte und nicht für Fair Play.
Schon die Fußball-Weltmeisterschaften in den Autokratien Russland und Katar zeigten, dass der FIFA Profite wichtiger sind als Menschenrechte. Dies gilt auch für die kommende Weltmeisterschaft 2034 in der „guten Diktatur“ Saudi-Arabien.
Auch 2026 stellt die FIFA (wieder einmal) wirtschaftliche Interessen und Gier über die sportlichen und gesellschaftlichen Aspekte. Sie prognostiziert für den Vierjahreszyklus (2023–2026) Einnahmen von über 13 Milliarden US-Dollar und peilt damit erneut einen historischen Rekordgewinn an. Die Eintrittspreise liegen deutlich höher als bei früheren Weltmeisterschaften. Grund ist ein profitables dynamisches Preissystem („Dynamic Pricing“), das sich an der Nachfrage orientiert.
Um die Profite zu erhöhen, wurde das Turnier aufgebläht. Die WM 2026 wird erstmals mit 48 Mannschaften in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Das bringt Qualitätsverluste und eine höhere Belastung für die Spieler. Nach Berechnungen der britischen Organisation „Scientists for Global Responsibility“ (SGR) wird die Drei-Länder-WM 2026 die klimaschädlichste in der bisherigen Geschichte des Turniers. Die Treibhausgasemissionen werden sich im Vergleich zum Durchschnitt der vorherigen vier Endrunden nahezu verdoppeln. Grund sind neben der Erweiterung des Turniers von 32 auf 48 Mannschaften vor allem die großen Distanzen, die meist mit Flugzeugen zurückgelegt werden müssen.
Drei-Länder-WM: Gegeneinander statt miteinander
Die Fußball-WM findet in einer Zeit statt, in der US-Präsident Donald Trump Kanada mit Annexion und Mexiko mit Militärschlägen droht. Trump hat an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen lassen, und beide Länder werden mit hohen Strafzöllen überzogen. Vor den Spielen ist die Menschenrechtslage nur in Kanada gut. Mexikos Alltag ist geprägt von 133.500 verschwundenen Menschen, organisierten Kartellen, korrupten Behörden und fortschreitender Militarisierung. Die USA, in denen drei Viertel aller WM-Spiele stattfinden, befinden sich in einem regelrechten Menschenrechts- und Demokratienotstand. Die Menschenrechtsorganisation Sport and Rights Alliance hat kurz vor Turnierbeginn vor einer WM in einem „Klima der Angst“ gewarnt.
Infantino & Trump
Der verhaltensoriginelle US-Präsident Trump steht für eine rechtslibertäre Politik der Gier, der Demokratiegefährdung, Menschenrechtsverletzungen und der Kriege.
Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino steht zu Recht regelmäßig in der Kritik. Ihm wird vorgeworfen, die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs voranzutreiben. Er führt den Verband autoritär und sichert sich durch intransparente Geldflüsse an kleinere Verbände seine Macht.
Infantino und Trump passen insoweit sehr gut zueinander. Der erste FIFA-Friedenspreis, überreicht von Infantino, ging an den Mann, der nur wenige Wochen später den Iran militärisch angriff. Doch laut Infantino soll Trump „sieben bis neun Kriege beendet“ haben. Mehr Peinlichkeit ist schwer denkbar.
Die WM passt gut in unser Zeitalter global explodierender Gier. Eine Gier, die nicht nur den Fußball zerstört.
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Kritik: Die Fußball-WM 2026 in den USA (gemeinsam mit Kanada und Mexiko) – Trump, Infantino, FIFA & Gier
Geld – Öl – Macht: Auch die kommende Fußball-Weltmeisterschaft 2034 bei den Klimakatastrophen-Verantwortlichen in Saudi-Arabien zeigt, dass der FIFA Profite wichtiger sind als Menschenrechte.

Kritik: Die Fußball-WM 2026 in den USA (gemeinsam mit Kanada und Mexiko) – Trump, Infantino, FIFA & Gier
Schon die Fußball-Weltmeisterschaften in Russland und Katar zeigten, dass der FIFA Profite wichtiger sind als Menschenrechte.

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- 3) Im Zweifel, gerade in Kriegszeiten, ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.
Axel Mayer Mitwelt Stiftung Oberrhein
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