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Ökologismus: Industriepropaganda gegen Mensch, Natur und Umwelt

25.04.2009

Ökologismus: Der Kampfbegriff einer industriegesteuerten Kampagne gegen Mensch, Natur und Umwelt



Mit neuen Durchsetzungsstrategien, Greenwash, Neusprech, industriegesteuerten "Bürgerinitiativen" und geschickter Propaganda sollen Menschen an Atomkraftwerke, Gentechnik, Kriege für Öl und Umweltzerstörung gewöhnt werden. Nicht die Umweltkatastrophe, der Reaktorunfall oder das bekanntgewordene Massaker sind für Umweltzerstörer und Diktatoren das Problem sondern die "schlechte Krisenkommunikation". Auch industriegelenkte "Angriffe" auf Umweltorganisationen und UmweltschützerInnen nehmen zu, wenn es um ökonomische Interessen geht. Ein Beispiel dafür sind die Ökologismus - Kampagnen verschiedenster neoliberaler Netzwerke, angeführt u.a. von den als Journalisten getarnten Industrielobbyisten Maxeiner und Miersch und der Zeitschrift Novo. Geben Sie bei einer Suchmaschine den Begriff "Ökologismus" ein und schauen sie, welche Interessengruppen Sie dort finden...


Sie finden dort die gut organisierte Lobby der Öl- und Kohlekonzerne,
die immer noch die Aktionen der Klimawandelleugner unterstützt und die industriegelenkten Initiativen der Atom- und Genlobby, teilweise auch in Schein-Bürgerinitiativen organisiert.
Am stärksten vertreten und organisiert wird die Ökologismus - Kampagne von neoliberalen Netzwerken und Think-Tanks. Gerade diese Gruppen haben in den letzten Jahrzehnten die neoliberale Deregulierung der Wirtschaft und des Bankenwesens durchgesetzt und sie sind die Mitverantwortlichen für die aktuelle weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise. Immer wieder taucht in diesen Traktaten der Begriff der "Freiheit" auf. Es geht aber nicht um die Freiheit der Menschen und des Denkens oder um Menschenrechte sondern um die "Freiheit der Industrie" auf Kosten von Mensch, Umwelt und Natur. Es geht um die "Freiheit" Mensch, Natur und Umwelt rücksichtslos ausbeuten zu dürfen.

Es geht um Macht und Geld
Gerade auch AKW-GegnerInnen stehen im Fadenkreuz der Ökologismuskampagnen. Bei der geplanten AKW-Laufzeitverlängerung geht es um viel Geld.

Die Heinrich Böll Stiftung hat die satten Gewinne berechnet, welche die Triebfeder der Atomlobby sind:
„Für die älteren – und in den nächsten Jahren zur Stillegung anstehenden – Atomkraftwerke ergeben sich „Zusatz“erträge von durchschnittlich 200 bis 300 Mio. Euro jährlich, für die neueren Anlagen summieren sich die jährlichen Zusatzerträge auf 300 bis 400 Mio Euro. Über alle (aktuell noch betriebenen) Atomkraftwerke und alle Betreiber summieren sich diese Zusatzerträge für jeweils ein Jahr Laufzeitverlängerungen auf ein Gesamtvolumen von 4,6 bis 6,2 Mrd Euro.
  • für die Atomkraftwerke des RWE etwa 1,2 bis 1,6 Mrd. Euro jährlich;
  • für die Atomkraftwerke von E.ON etwa 1,9 bis 2,6 Mrd. Euro jährlich;
  • für die Atomkraftwerke von EnBW etwa 1,0 bis 1,3 Mrd. Euro jährlich;
  • für die Atomkraftwerke von Vattenfall Europe etwa 0,3 bis 0,4 Mrd. Euro jährlich.“

Kein Wunder, dass die Kampagnen der Atomlobby heftiger werden. RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW treten bei solchen Kampagnen nicht selber in Erscheinung. Das Schmutzgeschäft machen andere.

Mit dem Ökologismus - Begriff
wird der Umweltbewegung gezielt der Vorwurf gemacht, eine Ideologie geschaffen zu haben, die nicht mehr die Interessen des Menschen, sondern die Interessen einer gegen die wirtschaftliche und politische Vernunft handelnden Randgruppe vertritt. Es geht darum, positiv besetzte Begriffe wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ökologie und Zukunftsfähigkeit zu diskreditieren und die Umweltbewegung in die politische Nähe von Sekten zu stellen.

Ökologismus & Propaganda


Hier ein typischer Leserbrief von der Seite oekologismus.de
"Die sektiererischen Ökologisten wollen Europa in die Steinzeit zurückführen, um ihre ureigenen idiotischen Ideale zu verwirklichen. Daher reiten sie auf der Welle des “Klimawandels” - nur ein Mittel zum Zweck. Der neue Hitler sind die Ökologisten - im Deckmantel eines Gutmenschen verkleidet." Zitatende


Ökologismus, Sozialdemokratismus und Europäismus
kritisiert insbesondere Václav Klaus, der europafeindliche Präsident der Tschechischen Republik. Zu diesen Themen hielt er im März 2007 am Cato Institute, Washington D.C. einen Vortrag. Das Cato-Institut ist eine der großen neoliberalen "Denkfabriken" in den USA. Die Kritik von Václav Klaus an Ökologismus, Sozialdemokratismus und Europäismus könnte direkt aus der Feder eines Mitarbeiters dieses Instituts stammen.

Solche gezielten Kampagnen
(hinter denen häufig auch gut bezahlte Werbeagenturen stecken) gehören in den USA zum politischen Tagesgeschäft der Gentechnik- und Atomlobby und der Öl- und Kohleindustrie, die immer noch aggressiv den Klimawandel leugnet. In Deutschland stehen solche Angriffe auf die Umweltbewegung und Zersetzungskampagnen noch am Anfang.

Erschreckend ist die politische Naivität der Umweltbewegung
für die diese Kampagnen (noch) kein Thema sind.




Mehr Infos: Greenwash, Kriegspropaganda, Propaganda, Umweltlügen auf Mitwelt.org




Leitartikel:
Greenwash, Kriegspropaganda, PR und neue Durchsetzungsstrategien für Umweltzerstörung, Atomkraftwerke und Krieg

Afghanistankrieg: Lügen und Kriegspropaganda

Neusprech, Greenwash & Sprachpropaganda

Ökologismus: Industriekampagnen gegen Mensch, Natur und Umwelt

AKW & Wikipedia: Die Macht der Atomlobby

Nachhaltigkeitsbeirat Baden Württemberg oder EnBW Atomclub?

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Au fil du rhin / aufildurhin / Entlang des Rheins: "grüngestrichener" Propagandaclub der EDF - EnBW

Wikipedia: AKW, KKW, Atomkraftwerk, Kernkraftwerk / Wiki: Die freie Enzyklopädie und die Macht der Atomlobby

Krieg gegen die Umwelt - Krieg gegen Umweltschützer

Nestlé: Melamin-verseuchte Milch & Krisenkommunikation


Weblinks


LobbyControl - Greenwash in Zeiten des Klimawandels






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Axel Mayer

(Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung)


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    Weblinks


    LobbyControl - Greenwash in Zeiten des Klimawandels





  • Eine Presseerklärung des BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein, Wilhelmstraße 24a, 79098 Freiburg

    www.bund-freiburg.de

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