Atommüll - Radioaktiver Abfall: Gefahren und Risiken von Plutonium und Co.
Veröffentlicht am 25.01.2008 in der Kategorie Atomkraft von Axel Mayer
Wie gefährlich ist Atommüll?
In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heißt: allein im AKW Leibstadt entsteht die Radioaktivität von ca. 1100 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Abfälle zerfallen innerhalb weniger Jahre z.B. Krypton-85: Halbwertszeit 10,76 Jahre. Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten: z.B. Jod-129: Halbwertszeit 17000000 Jahre. Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen verschiedenen radioaktiven Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten geben, über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, sich die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll vorzustellen. [quote]
Flusswassergekühlte Atomkraftwerke sind extrem große Tauchsieder. Nach dem derzeitigen Stand (13. August 2026) sind in Europa mehrere Atomkraftwerke wegen der anhaltenden Hitzewelle, hoher Flusstemperaturen oder extrem niedriger Wasserstände gedrosselt oder zeitweise abgeschaltet. Ein massiver, hitzebedingter Quallenschwarm hat im französischen Atomkraftwerk Gravelines bei Dünkirchen die Kühlwasserpumpen verstopft. Daher mussten mehrere Reaktoren des größten westeuropäischen AKW heruntergefahren werden.