AKW & Atomgefahren Schweiz: AKW Beznau, AKW Leibstadt, AKW Gösgen, ZILAG Würenlingen, Atommüll & Laufzeitverlängerung
Veröffentlicht am 07.06.2026

Atomkraftwerke & atomare Gefahren Schweiz: AKW Beznau, AKW Leibstadt, AKW Gösgen, ZILAG Würenlingen, Atommüll & Laufzeitverlängerung
Die Schweiz ist sicher eines der schönsten und reichsten Länder der Welt. Doch dieses schöne, reiche Land betreibt die ältesten Atomkraftwerke der Welt und gefährdet sich und seine Nachbarländer mit unsicheren Atomanlagen.
Vorab:
- Jedes Schweizer Atomkraftwerk (AKW Beznau, AKW Leibstadt, AKW Gösgen) gibt auch im Normalbetrieb krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab
- In einem Schweizer AKW entsteht pro MW Leistung in einem Jahr die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe (Folgen: Fukushima & Tschernobyl)
- Der Schweizer Atommüll muss eine Million Jahre sicher verwahrt werden
- AKW Beznau In Beznau steht das älteste und eines der gefährlichsten AKW der Welt und der zweite Reaktorblock ist technisch ähnlich veraltet und unsicher. Jetzt gibt es hochriskante Pläne, das alte AKW aus Gründen der Gier, 64 Jahre lang zu betreiben.
- AKW Gösgen In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass im Atomkraftwerk Gösgen, mit 1060 MWMW Leistung, im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1060 Hiroshima-Bomben entsteht. Und überall wo Menschen arbeiten gibt es Fehler.
- AKW Leibstadt Das „neueste“ Atomkraftwerk der Schweiz in Leibstadt ist ein veralteter Siedewasserreaktor vom Reaktortyp Fukushima.
- Zwilag Würenligen Im kleinen Schweizer Ort Würenlingen an der Aare häuft sich das atomare Risiko. Direkt neben den beiden Uralt-AKW in Beznau steht das zentrale Schweizer Zwischenlager für Atommüll (Zwilag). In einer schlecht gesicherten Castorhalle wird der hochradioaktive Schweizer Atommüll zwischengelagert wird und in einem Plasma-Ofen wird Atommüll verbrannt.
- Neue AKW für die Schweiz? Die marktradikalen und konservativen Parteien der Schweiz (auch bei uns) wollen neue AKW. Gerade die Parteien, die im Wahlkampf am lautesten von Heimat reden, setzen auf eine heimatgefährdende, teure Technologie. Aber die Schweizerinnen und Schweizer können rechnen. Der Strom aus neuen AKW ist nicht nur riskant, er ist auch um ein Vielfaches teurer als Strom aus Sonne und Wind.
- Laufzeitverlängerung/Gefahrzeitverlängerung der AKW Gösgen und Leibstadt? Auf Druck rechter und marktradikaler Schweizer Parteien soll die Laufzeit der Atomreaktoren in Gösgen und Leibstadt auf 80 Jahre verlängert werden. Hintergrund dieser Hochrisikodebatte ist das zunehmende finanzielle Scheitern der Pläne neue Mini-AKW zu bauen. Zwar werden die alten Reaktoren der Schweiz immer wieder mit neuer Technologie nachgerüstet, doch die Kombination aus alter Technik des letzten Jahrhunderts und neuer Technik birgt bisher unbekannte Probleme und Risiken. Während Wärmetauscher, Reaktordeckel, Rohrstücke und andere Teile unter teilweise immensen Kosten und Risiken für die AKW-Arbeitnehmer (und insbesondere für die Leiharbeiter) ausgetauscht werden können, kann das am stärksten von der Neutronenstrahlung belastete Reaktordruckgefäß nicht ersetzt werden. Haarrisse wachsen, und der Stahl wird spröde und korrodiert.
- Unsicheres Atomares Endlager der Schweiz Die Standortauswahl, für denbesten aller schlechten Standorte eines atomaren Endlagers in der Schweiz spricht für eine gewisse Verzweiflung der AKW-Betreiber und verheißt nichts Gutes. Ein atomares Endlager in einer viel zu dünnen Schicht Opalinuston über einem Permokarbontrog … Wie soll das gut gehen? Atommüll, der eine Million Jahre sicher verwahrt werden muss, braucht eine gute Geologie und nicht gute Worthülsen

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

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