Auch der Schweiz gibt es dieses erstaunliche Phänomen. Die rechten und konservativen Parteien, die in ihren Wahlkämpfen gerne von Heimat reden, gefährden ebendiese Heimat durch die teure Hochrisikotechnologie Atomkraft. Der politische, giergetriebene Wunsch für eine Gefahrzeitverlängerung der AKW Leibstadt und Gösgen ist ein gefährliches Experiment für die Schweiz und ihre Nachbarländer. Ein schwerer Atomunfall könnte große Teile der Schweiz unbewohnbar machen. Es ist erstaunlich, dass gerade die Atomlobbyisten in der SVP vor diesen Gefahren die Augen verschließen. Die wirtschaftlichen Interessen der Atomindustrie gehen vor Heimatschutz. Konservativ ist dies nicht. Blackout-Initiative Schweiz: Milliardäre sind das Volk Auch in der Schweiz nutzt die Atomlobby gezielt geschürte Ängste, um neue AKW politisch durchzusetzen. Die "Blackout stoppen"-Initiative wurde von einer der reichsten Schweizer Familien, von den Milliardären Irene und Simon Aegerter initiiert. Es ist eine "Volksinitiative", die mit Angstkampagnen den Bau neuer Kernkraftwerke (AKW) ermöglichen soll. Hinter dem Wort Volk, im Begriff "Volksinitiative" stehen Milliardäre, die mit AKW viel Geld verdienen wollen. Es ist immer spannend, wenn sich Superreiche als "das Volk" ausgeben. Ein neues AKW könnte die Schweiz laut einer Studie der Akademien der Wissenschaften im schlechtesten Szenario bis zu 43 Milliarden Franken kosten.