IMPORT: Aktuell (CH) Atomkraftwerk


Veröffentlicht am 03.04.2012 in der Kategorie Atomkraft von Axel Mayer

Aktueller Einschub

35 Jahre Tschernobyl & 10 Jahre Fukushima: Pilze haben ein längeres Gedächtnis als manche Schweizer Politiker


Am 26. April 1986 explodierte ein Reaktor im Atomkraftwerk von Tschernobyl und schleuderte riesige Mengen radioaktiven Materials in die Atmosphäre. Sieben Monate lang kämpften 800 000 sowjetische Soldaten, Bergleute und Zivilisten, um die Radioaktivität vor Ort einzudämmen und um eine zweite Explosion zu verhindern. 50.000 bis 100.000 dieser Katastrophenhelfer sind inzwischen an den Folgen der Strahlenbelastung gestorben, die meisten Überlebenden sind krank.

35 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl und 10 Jahre nach Fukushima
haben viele Menschen und insbesondere viele Politiker die atomare Katastrophe vergessen oder verdrängt. Auch die vielen anderen Atomunfälle (Lucens, Harrisburg, Geesthacht...) waren vergessen. (besser: Das Vergessen wurde/wird gut organisiert)
Die SVP und die anderen rechten Parteien der Schweiz drängen auf die Gefahrzeitverlängerung der noch nicht abgeschalteten Schweizer AKW und wollen neue AKW bauen.

Pilze haben ein besseres Gedächtnis: Bestimmte Pilz- und Wildarten sind in einigen Gegenden der Schweiz durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl noch immer stark mit Cäsium-137 belastet.




Die Schweizer Bevölkerung drängt auf die Energiewende



Die Energiewende in der Schweiz stösst auf breite Akzeptanz, wie eine repräsentative Bevölkerungsumfrage von gfs-zürich im Auftrag der SES zeigt. Gewünscht wird eine einheimische, erneuerbare und umweltfreundliche Energieversorgung, und das lieber schon morgen als erst übermorgen.

Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage, welche gfs-zürich im November 2020 bei über tausend Personen durchgeführt hat, liefert eindrückliche Erkenntnisse zur Akzeptanz der Energiewende in der Schweiz. 96 (!) Prozent der Befragten befürworten das Ziel, den Strombedarf zukünftig mit erneuerbaren Energien zu decken. 89,5 Prozent sind der Meinung, die erneuerbaren Energien sollen im Inland produziert werden. 93 Prozent sind der Meinung, der Strom soll unter Berücksichtigung des Naturschutzes produziert werden