IMPORT: Flugzeugabsturz und das AKW
Veröffentlicht am 11.12.2007 in der Kategorie Atomkraft von Axel Mayer
Flugzeugabsturz und AKW
Ein Flugzeugabsturz auf ein Atomkraftwerk ist nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit ziemlich unrealistisch. Doch die Gesetze der Wahrscheinlichkeit gelten bei diesem Thema leider nicht.
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA, bei denen vier Flugzeuge entführt und für Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon genutzt wurden, zeigt die Gefahren. Auch ein erweiterter Suizid ist jederzeit möglich. Ein Pilotensuizid ist ein Suizid, bei dem ein Pilot gezielt einen Flugunfall herbeiführt, um sich selbst, aber auch andere zu töten.
Eine Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" sagt:
Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU auszulösen. Wenn nur ein Triebwerk eine Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich". Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken. Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war - rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken".
Alte und neue Atomkraftwerke sind schlecht geschützt. Es kann nicht angehen, angesichts dieser Gefahren den Kopf in den Sand zu stecken. Nicht einmal die "nächste" Atomkraftwerksgeneration, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR), könnte einen gezielten Anschlag überstehen.