(nicht die Zahl zählt, sondern der Mensch, der hinter der Zahl steht)
Beim mörderischen Überfall der Hamas und anderer bewaffneter Gruppen auf Israel am 7. Oktober 2023 starben mehr als 1.200 Menschen, mehr als 250 wurden entführt. (Einwohnerzahl Israel: ca. 10,2 Mio.)
Im Krieg Russlands gegen die Ukraine wurden nach Angaben der Vereinten Nationen bisher mehr als 17.000 Zivilisten getötet. (Einwohnerzahl Ukraine: ca. 39 Mio.)
Europäische Forscher des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock und des Centre for Demographic Studies (CED) schätzten, dass zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 31. Dezember 2024 78.318 Menschen in Gaza als direkte Folge des Konflikts getötet wurden. Eine anschließende Aktualisierung der Analyse ergab, dass die Zahl der konfliktbedingten Todesfälle bis zum 6. Oktober 2025 wahrscheinlich 100.000 überschritten hatte. Die Forscher weisen darauf hin, dass ihre Schätzung nur direkte, konfliktbedingte Todesfälle erfasst und damit die indirekten Folgen des Krieges nicht berücksichtigt. (Einwohnerzahl Gaza: ca. 2,1 Mio.)
Bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurden 2.977 Menschen getötet.
Die von der Brown University veröffentlichte Costs of War-Forschung schätzt, dass in den Post-9/11-Kriegen in Afghanistan, Pakistan, Irak, Syrien, Jemen und weiteren Kriegsschauplätzen seit 2001 mindestens 4,5 bis 4,7 Millionen Menschen gestorben sind. Davon wurden mehr als 940.000 Menschen durch direkte Kriegshandlungen getötet, darunter mehr als 432.000 Zivilisten. Weitere 3,6 bis 3,8 Millionen Menschen starben indirekt – etwa infolge der Zerstörung von Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, Wirtschaft und Lebensgrundlagen.
Diese Zahlen und Fakten stimmen nicht mit den von Ihnen "gefühlten Realität" der Berichterstattung in den deutschen Medien überein? Das kann an der Berichterstattung liegen.