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Stadtbäume erhalten & schützen! Vorschläge zum Stadtbaumschutz



Stadtbäume erhalten & schützen! Vorschläge zum Stadtbaumschutz


In vielen Städten häufen sich seit Jahren die Beschwerden über unsinnige Baumfällungen. Wenn Bäume immer noch für Parkplätze geopfert werden, dann ist das altes fossiles Denken im Zeitalter der Klimakatastrophe. Ersatzpflanzungen sind selbstverständlicher Ersatz und nicht mehr. Sie können die Funktionen eines alten Baumes jahrzehntelang nicht erfüllen.

Bäume produzieren Sauerstoff und verbrauchen dabei das klimaschädliches CO2. Sie sind hervorragende Klimaschützer. So kann z.B. eine einzige ausgewachsene Buche Tag für Tag den Sauerstoff für bis zu 50 Menschen erzeugen. Zudem verdunsten Laubbäume an heißen Sommertagen bis zu 400 Liter Wasser und entziehen dabei der umgebenden Luft Wärme. Gerade vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe und der Hitzewellen in unserer Stadt, ist es unerlässlich den noch vorhandenen und bereits für den Klimaschutz vor Ort wirksamen Baumbestand mit allen verfügbaren Mitteln und unter Einbeziehung aller potentiellen Akteure als unersetzliches Naturkapital für die Zukunft zu sichern. Das Fällen eines jeden gesunden Baums ist verantwortungslos und kurzsichtig! Wir dürfen aber Stadtbäume und Stadtnatur nicht nur durch die Brille des Nützlichen betrachten. Wir brauchen ihre stille Schönheit im Lärm der Stadt unabhängig von jeder Funktion "einfach so".

Der größte Feind des Baumes ist die deutsche Rechtsschutzversicherung und die Rechtsschutzversicherungsmentalität. Wenn ein Ästlein auf ein Dächlein fällt, dann wird geklagt und traurigerweise wird diesen Klagen häufig auch noch statt gegeben. Allen klagwütigen Menschen sei empfohlen unter Plastik- und Edelstahlbäumen zu parken!

Axel Mayer

Hier einige Vorschläge zum Stadtbaumschutz vom Bund Naturschutz Bayern:
  • die Baumscheibe von Müll (v.a. Zigarettenkippen!) säubern;
  • bei Trockenheit den Baum mit ein paar Eimern Wasser versorgen. Gerade bei großer Hitze gilt: lieber eine Kanne mehr als ein Fingerhut zu wenig!
  • die Erde um den Baum ab und zu vorsichtig oberflächlich lockern - die Wasser- und Nährstoffversorgung wird damit deutlich verbessert.
  • durch Abpflanzungen, z.B. mit Berberitzen oder der sog. "Verpiss-Dich-Pflanze coleus canina" verhindern, dass der Baum durch Hundekot und Hundeurin dauerhaft geschädigt wird;
  • die Baumscheibe durch eine Abgrenzung (max. 50 cm hoch und mind. 50 cm Abstand zu Parkbuchten & Fahrbahn sowie mind. 25 cm zu Rad- oder Gehweg) vor Bodenverdichtung, Schadstoffeintrag und Hundeurin schützen;
  • bei Bedarf bzw. gärtnerischer Bepflanzung zu stark wucherndes "Unkraut" evtl. entfernen;
  • die Fläche unter der Baumkrone vor Ablagerungen und parkenden Autos schützen - evtl. sogar durch eine kniehohe Absperrung (nur nach Absprache mit der Stadt!)
  • sich bei der Öffentlichkeitsarbeit über die Positivwirkungen von Stadtbäumen engagieren;






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Dieser Artikel wurde 172 mal gelesen und am 20.8.2019 zuletzt geändert.