Ausbau der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Basel


Veröffentlicht am 19.02.2002 in der Kategorie Verkehr von Axel Mayer

Ausbau der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Basel


Neubau Strecke "Rheintalbahn": Fristverlängerung für Ausgleichsmaßnahmen und flächensparendes Bauen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Anfang Februar gab es in den Landratsämtern die ersten Vorbesprechungen zum Themenbereich Ausgleichsmaßnahmen für den Ausbau der Rheintalbahn. Mitte März sollen wir unsere Vorschläge abgeben.

Der BUND beantragt hiermit eine zweimonatige Fristverlängerung:

Begründung:

Die geplante Neubautrasse ist einer der heftigsten und zerstörerischsten Eingriffe in die geschundene Natur und Landschaft am Oberrhein, die wir nur akzeptieren weil damit der ÖPNV massiv aufgewertet wird. Entsprechend umfangreich (130 Mio Euro) sind die vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen.

Angesichts der jahrzehntelangen Planungen der Bahn ist eine so kurze Fristsetzung für die größtenteils ehrenamtlich arbeitenden UmweltschützerInnen nicht akzeptabel.

In eineinhalb Monaten sollen wir Vorschläge machen, die Summen betreffen, die ansonsten dem Naturschutz am Oberrhein in mehr als hundert Jahren zur Verfügung stehen.

Der BUND will mit Mitteln der öffentlichen Hand und der Bahn verantwortlich umgehen und nicht unter Zeitdruck überhastete Entscheidungen fällen.

Zum Thema Ausgleichsmaßnahmen hat in den Umweltverbänden eine sehr intensive Diskussion eingesetzt. Wir bitten Sie daher dringend um Fristverlängerung.

Unabhängig von den Ausgleichsmaßnahmen bitten wir Sie bei den Planungen darauf hinzuwirken, dass die Baumassnahmen so flächensparend als möglich realisiert werden. Wo immer möglich sollten massive Spannbetonwände zwischen Neubaustrecke und Bundesbahn den Flächeverbrauch reduzieren und so die Sicherheit gewährleisten die ansonsten mit den flächen-fressenden Sicherheitsabständen erreicht werden soll. Ein Sicherheitsabstand, hinter dem sich die Option für einen achtspurigen Autobahnausbau in ferner Zukunft verbirgt, ist nicht akzeptabel.

Mit freundlichen Grüssen

Axel Mayer / BUND Regionalgeschäftsführer