Initiative Neue "Soziale" Marktwirtschaft (INSM) & Propaganda: Tarnorganisation und Sprachrohr der Konzerne contra Klimaschutz


Initiative Neue "Soziale" Marktwirtschaft (INSM) & Propaganda: Tarnorganisation und Sprachrohr der Konzerne contra Klimaschutz

Aktueller Einschub:


Die so genannte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), eine einflussreiche Lobby- und Tarnorganisation, die die Interessen der großen Konzerne der deutschen Wirtschaft vertritt, hat eine neue Kampagne gestartet: „Klimaschutz“
Diesmal ist sie klar gegen die erfolgreichen jugendlichen Klimaproteste gerichtet, um sie einzufangen und so zu schwächen, dass sie die großen Geschäfte des fossilen/atomaren Wirtschaftsgefüges nicht ernsthaft gefährden können. Im Rahmen von Themenkampagnen übernimmt die Initiative neue soziale Marktwirtschaft Begriffe der Gegenseite („sozial“, „Gerechtigkeit“, „Energiewende“, „Klimaschutz“), und sorgt dafür, eine neue Assoziation zu den Begriffen in ihrem Sinn herbeizuführen. Beim Thema Klimaschutz heißt das: Ausbremsen schneller, massiver Klimaschutzmaßnahmen für die Industrie, Ökooptimismus, Verhindern einer CO2-Abgabe, Erdgas-Offensive, Emissionshandel statt schnellem Kohleausstieg.

Hier weiter lesen




Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Kurzform INSM,
ist eine im Jahr 2000 vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall gegründete sowie von weiteren Wirtschaftsverbänden und Unternehmen, getragene Organisation, die das Ziel verfolgt, die deutsche Öffentlichkeit, gut getarnt, von den Ideen und Interesse der Konzerne zu überzeugen. Sie bekämpft im Auftrag von Kohle- und Atomkonzernen die Energiewende und agiert mit gut getarnten Lobbyisten wie Bernd Raffelhüschen für die Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Im Streit um die Rente organisiert sie die bösartige Kampagne "Jung gegen Alt". Wer wissen will, was Großkonzerne und "Steuervermeider" wollen, sollte sich die Kampagnen der INSM ansehen. Wenn das reichste Prozent der Weltbevölkerung (70 Millionen Menschen) über so viel Vermögen verfügt wie der ganze Rest (sieben Milliarden Menschen) zusammen, dann hat dies auch mit solchen Tarnorganisationen zu tun.


Mit neuen Durchsetzungsstrategien,
Greenwash, Mediation, Neusprech, industriegelenkten Initiativen und geschickter Propaganda sollen Menschen an Neoliberalismus, Sozialabbau, niedrigere Rente, Atomkraftwerke, Gentechnik, Kriege für Öl und Umweltzerstörung gewöhnt werden. Die INSM bekämpft "im Auftrag" der alten Kohle- und Atomkonzerne auch heftigst die Energiewende in Bürgerhand und organisiert die Lobbyarbeit für TTIP, CETA & Freihandel.

Für den Arbeitgeberverband Gesamtmetall und andere Wirtschaftsverbände
ist eine solche (mit über 8 Millionen Euro jährlich teuer bezahlte) Vorfeldorganisation, eine gute Möglichkeit nicht selber in Erscheinung zu treten und dennoch die neoliberalen Ideen effektiv unter die Menschen zu bringen.

Neue (Un-) Soziale Marktwirtschaft hetzt (nicht nur im Bundestagswahlkampf 2017) gegen Energiewende und Erneuerbare Energien:

„In der letzten Zeit gibt es im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 wieder auffällig viele Berichte in verschiedenen Leitmedien […], die die Erneuerbaren Energien in ein schlechtes Licht als Preistreiber und Problem für die deutsche Wirtschaft rücken. Eine ausgewogene Darstellung unter Berücksichtigung der positiven Effekte der Erneuerbaren Energien oder gar deren zwingende Notwendigkeit für den Klimaschutz findet dort so gut wie nicht statt. Solche Berichte haben seit vielen Jahren Konjunktur und können nur mit einer gezielten Diffamierungskampagne gegen Erneuerbare Energien erklärt werden, die dahinter steckt. […]

Journalistisch top aufbereitet und unterlegt mit scheinbar erdrückenden Faktendarstellungen blenden sie den Laien und halbinformierten Fachmann. Sie sollen offensichtlich den Boden für weitere Verschlechterungen der politischen Rahmenbedingungen für die Erneuerbaren Energien schaffen, wie es schon in der Vergangenheit geschehen ist, um damit dem Fortbestand der fossilen Wirtschaft und womöglich sogar der erneuten Laufzeitverlängerung der noch nicht abgeschalteten Atomkraftwerke den Weg bereiten.

Begonnen hat diese neue Kampagne gegen die Erneuerbaren Energien Ende Januar dieses Jahres. Die Initiative neue soziale Marktwirtschaft (INSM) hat eine „Faktensammlung – Die Fehler der Energiewende“ veröffentlicht, in der sie Fake News über die Erneuerbaren Energien verbreiten wollte. Darin versuchte die INSM „Fakten“ zu verbreiten, warum die Energiewende zu teuer und zum Scheitern verurteilt sei.

Es war nicht die erste Kampagne gegen die Energiewende dieser Lobbyorganisation, die von den Arbeitgeberverbänden der Metall-und Elektroindustrie gegründet worden ist.“

Quelle: Hans-Josef Fell



Einschub September 2017


Aktuelle Informationen zu den Aktivitäten der INSM hier.

Beispiele: