Naturfilm / Tierfilm & Naturzerstörung 2019: Wunderschöne Naturfilme - Traurige Realität


Naturfilm / Tierfilm & Naturzerstörung 2019: Wunderschöne Naturfilme - Traurige Realität
Illusionsmaschine oder Ansporn zu handeln?



Die Naturfilme im Kino und im Fernsehen werden immer beeindruckender. Zeitlupen und Zeitraffer, Makroaufnahmen und Unterwasser-Szenen... seit "Serengeti darf nicht sterben", der frühen Kinodokumentation von Michael Grzimek und dessen Vater Bernhard aus dem Jahr 1959 hat sich viel getan. Der Film „Unsere Erde“ war mit 30 Millionen Euro Produktionskosten einer der teuersten Naturfilme aller Zeiten. Drei Jahre dauerten die Dreharbeiten zu dieser Tier- und Naturdokumentation.
Andere berühmte Natur- und Tierfilme sind "Unsere Ozeane" (2009), "Die Reise der Pinguine" (2005), "Im Reich der Raubkatzen" (2011), "Deep Blue" (2003), "Nomaden der Lüfte – Das Geheimnis der Zugvögel" (2001), "Wächter der Wüste" (2008), "Serengeti" (2011), "Mikrokosmos – Das Volk der Gräser" (1996) oder "Frozen Planet – Eisige Welten" (2011), um nur einige zu nennen.


Doch während in atemberaubenden Filmen das Hohelied der Arten und der globalen Natur gesungen wird, ist die globale und regionale Realität eine andere. Gezeigt werden Bilder von schöner, winziger, schwindender Rest-Natur und Rest-Vielfalt.

Der weltweite Verlust der Biodiversität, der Vielfalt an Arten und Lebensräumen, steigt in Zeiten scheinbar unbegrenzten wirtschaftlichen Wachstums dramatisch. Durch Jagen, Fischen und den Verlust von Lebensraum ist die Zahl von Land-, Meeres- und Süßwassertieren in 40 Jahren um 52 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Land- und Meerestiere ging von 1970 bis 2010 um 39 Prozent zurück und die Zahl der Süßwasser-Tiere sogar um 76 Prozent, sagt eine Studie aus dem September 2014.

Auch Südbaden und insbesondere die Rheinebene wird zunehmend scheußlich und Natur und naturnahe Gebiete schwinden! Am Rande der Vorbergzone entlang der B3 entsteht ein hässlicher Siedlungsbrei. Auf der Gesamtstrecke von 68 km zwischen Freiburg & Offenburg gibt es aktuell 50,3 km weiter wuchernde Siedlungsflächen und 17,7 km naturfernen "Freiraum". Immer mehr Beton ergießt sich auch in die Schwarzwaldtäler und rund um den Kaiserstuhl (wo selbst FFH-Gebiete bebaut werden sollen, wie der Konflikt um das Weingut Vogel zeigt). Die Regionalplanung wird von Bürgermeisterinteressen dominiert. Dazu kommen als Folge freien Handels und globaler Konkurrenz immer mehr landwirtschaftliche Monokulturen und die heftige Vermaisung der Rheinebene.

Mit dem neuen Parkhaus Feldberg, der Gefährdung des wunderschönen Tennenbacher Tales, dem geplanten sechsspurigen Autobahnausbau und der Verwirklichung des Verkehrsdrehkreuzes Oberrhein werden weitere, kleine und große Schritte zur Entwertung unserer Landschaft, zum Verlust an Lebensqualität und hin zu mehr Klimawandel getan.

Es ist schön (und die -berühmte- kurze Rast im quellenkühlen Tal), sich an den wunderschönen Naturfilmen zu berauschen und es ist ebenso wichtig, sich für die verbliebenen schönen Restlandschaften, für Biodiversität & die Natur der Welt und am Oberrhein und gegen den Klimawandel zu engagieren. Ein kleiner regionaler Erfolg war der mühsam-erfolgreiche Kampf für den Nationalpark Nordschwarzwald.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

Nachtrag
von Hans Magnus Enzensberger (der sich auch auf FilmemacherInnen übertragen lässt :
"Der Tourist zerstört das, was er sucht, indem er es findet"





Darßer NaturfilmFestival, Wildtierstiftung & Klimawandelleugner 2019
Während Du diesen Text liest, soll im Hambacher Forst immer noch der Wald gerodet und das Klima zerstört werden! Und das Geld des Hauptsponsors und Mitgründers der NaturfilmStiftung und des Darßer NaturfilmFestivals riecht verdächtig nach Industrie & Kohle...

Mehr Infos: Hier



Infosammlung 2019: Natur, Naturschutz & Naturgebiete, in Südbaden, im Elsass und am Oberrhein












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Infos zum Schmetterlingssterben / Insektensterben / Artensterben / Volksbegehren 2019










Schmetterlingssterben / Insektensterben / Artensterben / Volksbegehren

Ein ähnliches Grafikmotiv gibt´s als kleines Banner für Demo, Klima Streik, Volksbegehren & Balkon für 10 nur Euro
im BUND-Laden.







Axel Mayer, BUND-Regionalgeschäftsführer







Mitwelt-Warnungen 2019 & Hinweise zu diesen Seiten...


  • 1) Diese Mitwelt-Internetseiten der zukünftigen Mitwelt Stiftung Oberrhein sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleine Minderheit, die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
  • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
  • 3) Im Zweifel ist die-Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)


Artenausrottung in Deutschland 2019: Neue Studien


Während bundesweit Landwirte mit Grünen Kreuzen & Demos für Agrargifte & Glyphosat demonstrierten, gab es 2019 neue, erschreckende Studien zum Artensterben in Deutschland:

  • Vogelsterben


    "Die Fachgruppe „Vögel der Agrarlandschaft“ der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft hat ermittelt, dass die Zahl der abnehmenden und stark abnehmenden Arten von 55 Prozent auf 68 Prozent gestiegen ist. Die Bestandsrückgänge von Rebhuhn (89 Prozent seit 1992), Kiebitz (88 Prozent seit 1992), Feldlerche (45 Prozent seit 1992) und vieler weiterer Arten halten nicht nur an, sie haben sich sogar noch beschleunigt. Als wesentliche Ursache für die Bestandsrückgänge sehen die Fachleute die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft, insbesondere durch Pestizideinsatz, starke Düngung, den Verlust von Landschaftselementen wie Ackerbrachen und die Einengung der Fruchtfolgen.
    Quelle: Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

  • Insektensterben / Insektenausrottung


    Der Rückgang der Insekten und Spinnen in Deutschland reicht weiter, als bislang angenommen. Seit 2009 ist etwa ein Drittel aller Arten aus Wiesen und Wäldern verschwunden. Die Auswertung ergab insgesamt: Sowohl die Zahl der Insektenarten nahm massiv ab wie auch die Biomasse – allein auf den Wiesen um mehr als zwei Drittel. Der Insektenschwund war überall dort besonders stark, wo die Wiesen von Ackerland umgeben waren. Damit weist das Forscherteam um den Ökologen Sebastian Seibold darauf hin, dass die Hauptursache in der Landwirtschaft zu finden ist.
    Quelle: Studie der TU München

  • Lügen und Realitätsverdrängung


    Der Bauernbund bezeichnet das Insektensterben als „Agrarlüge“
    Landwirte sollen ein Mitschuld am Insektensterben haben? Davon will der Bauernbund nichts wissen. Geschäftsführer Reinhard Jung spricht von der „größten Agrarlüge seit BSE“... Landwirte tragen aus Sicht des Brandenburger Bauernbunds gar keine Mitschuld am Insektensterben. „Die Behauptung des Nabu, in den letzten 25 Jahren sei die Masse der Insekten um mehr als 70 Prozent zurückgegangen, können wir nicht nachvollziehen“, sagte Bauernbund-Vorstand Thomas Kiesel. „Fest steht allerdings, dass sich auf landwirtschaftlicher Seite die Lebensbedingungen für Insekten in den letzten 25 Jahren nicht verschlechtert haben.“
    Quelle: Märkische Allgemeine vom 25.3.2019


Mehr Infos: Insektensterben, Ursachen & Studien