Die Megamaschine: Mensch, Natur, Umwelt, Klima & Artensterben


Veröffentlicht am 06.07.2021


Megamaschine: Mensch, Natur, Umwelt, Klima & Artensterben



"Der Begriff der Megamaschine wurde von Lewis Mumford in seinem Werk Der Mythos der Maschine geprägt und unter anderem von Erich Fromm und Rudolf Bahro aufgegriffen. Der Mensch ist der autoritären Monotechnik unterworfen, die sich durch zentralistische Gewalt, Macht und Bürokratie ausweist und den Menschen funktionalisiert. Ziel ist es, das Eigenleben der Megamaschine zurückzunehmen und Technik im Sinne der Nachhaltigkeit natur- und menschenverträglich auszurichten.

Mumford hat ursprünglich unter der Megamaschine die Einbindung von Menschen in eine umfassende hierarchische Organisation verstanden, die einem von außen gesetzten Hauptzweck untergeordnet sind, zum Beispiel als Arbeitskräfte Pyramiden zu erbauen, ein Imperium zusammenzuhalten oder in den Weltkriegen als Soldaten in Armeen zu kämpfen." Quelle: Wikipedia

Megamaschine: Die Ursachen für das große globale und regionale Artensterben & Insektensterben


und für den Klimawandel sind vielfältig und doch lassen sie sich zu einem Bild zusammenfügen. Wir leben in einer Zeit der global organisierten Gier und einer Endzeit exponentiellen wirtschaftlichen Wachstums im begrenzten System Erde und verwandeln die vielfältige Welt in eine große einheitliche Fabrik. In eine Agrar-Fabrik, eine Fabrik-Fabrik, eine Konsum-Fabrik und eine Wohn-Fabrik, in der zunehmend übersättigte Menschen immer unzufriedener werden. Wir zerstören die Erde für dummen Überkonsum und der Rest der Welt will genauso verschwenderisch leben wie wir. Die meisten der angebotenen Problemlösungsansätze von Politik und Medien sind "putzig" angesichts der Dimension der Probleme. In Friedenszeiten werden in Deutschland die Rüstungsausgaben auf 85 Milliarden Euro (85.000.000.000) verdoppelt und die Überlebensausgaben (Artensterben, Klimakatastrophe) werden vernachlässigt.

Fünfmal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, sechste Welle in vollem Gange. Allein seit dem Jahr 1500 seien mehr als 320 terrestrische Wirbeltiere ausgestorben, die Bestände der verbliebenen seien im Schnitt um ein Viertel geschrumpft, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in "Science". Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.
Der Mensch im Anthropozän hat auf die Artenvielfalt also langfristig eine "ähnlich verheerende" Wirkung wie der große Meteor-Einschlag vor 65 Millionen Jahren.

Axel Mayer

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