Tschernobyl - Fessenheim - Kundgebung am 29.4.2006 um 11 Uhr auf dem Freiburger Rathausplatz


Veröffentlicht am 23.01.2007 in der Kategorie Atomkraft von Axel Mayer

Tschernobyl - Fessenheim - Kundgebung am 29.4.2006 um 11 Uhr auf dem Freiburger Rathausplatz

Ankündigung eines wichtigen Termins

An die Medien am Oberrhein

SÜDBADISCHE FESSENHEIM-KOORDINATION
BUND: RV Südlicher Oberrhein, RV Hochrhein, BG Nördlicher Kaiserstuhl, OG Bahlingen | Naturschutzbund Deutschland (NABU) Bezirksverband Südbaden | AGUS Markgräflerland e.V. | IPPNW-Regionalgruppe Freiburg / Ökologische Ärzteinitiative | attac-Freiburg | Freiburger Friedensforum | Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Ortsgruppe Freiburg | Nordwest-schweizer Aktionskomitee gegen Atomkraftwerke (NWA) | Umweltliste Breisach | CSFR - Comité pour la Sauvegarde de Fessenheim | VCD Südlicher Oberrhein e.V. | Die Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen | Bürgerinitiative Umweltschutz Staufen | Bürgerinitiative Umweltschutz Offenburg e.V. | Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. | Amberger Bürgerinitiative für eine Zukunft ohne Atomkraft e.V. | Eltern für eine Atomfreie Zukunft e.V. | Bürgerinitiative Energiewende f. Waldkirch | ECOtrinova e.V. - der Vorstand | Vorderhaus Fabrik | Bündnis 90 / Die Grünen: KV Freiburg, KV Breisgau-Hochschwarzwald, OV Müllheim-Neuenburg und Umgebung, KV Emmendingen, OV Gundelfingen/Wildtal | Grüne Liste Freiburg-Hochdorf | SPD: KV Breisgau-Hochschwarzwald, OV Bad-Krozingen | WASG KV Freiburg, Breisgau und Emmendingen | Wasserkraft Volk AG | fesa GmbH | EfaZ e.V. Schönau
Koordination: BUND Regionalverband | 0761-30383



Unter dem Motto: 20 Jahre Tschernobyl - Stop Fessenheim! - Atomkraftwaffen abschaffen rufen 35 Gruppen, Bürgerinitiativen, Parteien und Verbände zu einer Kundgebung auf.
Wir wollen mit dieser Kundgebung an die Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erinnern und gegen die Bedrohung der Region durch das EDF/EnBW-Atomkraftwerk in Fessenheim demonstrieren. Franz Alt, Rebecca Harms (Gorleben), Lutz Brüggemann (IPPNW) und Axel Mayer (BUND) werden u.a. zu den Themen Gefahrzeitverlängerung für AKW und zur weltweit zunehmenden Gefahr durch Atomkraftwaffen sprechen und Alternativen zu dieser gefährlichen Technologie aufzeigen. Eine breite Beteiligung der Menschen der Region an der Kundgebung wird gewünscht.

Ablauf der Kundgebung am 29.4.2006 um 11 Uhr auf dem Freiburger Rathausplatz:

Zusammentrommeln



Gerold Jäger und Theodor Ziegler (Liedermacher) (erster Auftritt)



Gerold Jäger und Theodor Ziegler (Liedermacher) (zweiter Auftritt)

* Franz Alt (Autor, Journalist)

Hier finden Sie den Aufruf zur Kundgebung am 29.4.2006 um 11 Uhr auf dem Freiburger Rathausplatz:

35 Gruppen, Bürgerinitiativen, Parteien und Verbände wollen mit dieser Kundgebung an die verheerenden Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erinnern und aufzeigen, welche Folgen ein jederzeit möglicher, schwerer Atomunfall im französischen AKW Fessenheim haben könnte. Wir wenden uns auch gegen die Verharmlosung der Unfallfolgen durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und die Atomlobby. Gemeinsam demonstrieren wir gegen die zunehmende Bedrohung der Region durch das Atomkraftwerk in Fessenheim, gegen die verantwortungslosen AKW - Betreiber EnBW, EDF und gegen \"Au fil du Rhin\", den neu geschaffenen atomaren Umweltclub der Konzerne, der Akzeptanz für Atomenergie am Oberrhein schaffen soll. Wir wenden uns auch gegen die Pläne der Schweizer Atomlobby, die in Benken am Rheinfall Atommüll in einer viel zu dünnen Schicht Opalinuston für eine Million Jahre einlagern will und somit alle Menschen am Rhein bedroht.

Die aktuelle Debatte um die Gefahrzeitverlängerung für AKW ist der \"sanfte Einstieg\" in die gefährlichen Pläne, neue Atomkraftwerke zu bauen. Bei realistischen Kosten von 4 Milliarden Euro für ein neues AKW geht es weltweit um ein Geschäft von vielen hundert Milliarden Euro. Milliardenschwere Werbekampagnen laufen bereits an.

Ein anderes brisantes Thema ist die weltweit zunehmende Gefahr durch Atomkraftwaffen. Der drohende Krieg im Iran um Öl und das iranische Atomprogramm zeigt sehr deutlich den gerne und gezielt verdrängten Zusammenhang zwischen der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie und Atomwaffen. Doch die Atomwaffen der alten und neuen Atomwaffenstaaten sind zusammen eine Gefahr für den Weltfrieden. Wenn \"Außendienstmitarbeiter\" der Atomindustrie wie die Herren Bush, Chirac und Koch weltweit neue Atomkraftwerke verkaufen wollen, dann brauchen wir uns über eine zunehmende Gefährdung des Weltfriedens durch Atomkraftwaffen nicht zu wundern.

Wir wenden uns gegen eine Zunahme von Greenwash und industriegesteuerten Wahrheitsschleifen, auch in den Medien, die einen wichtigen Teil der Realität ausblenden.

Unser Nein zur Atomenergie ist ein Ja zu umweltfreundlichen Energieträgern wie Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie. Uran ist genau wie die fossilen Energievorräte endlicher als die meisten Menschen glauben. Nur mit zukunftsfähigen Energieträgern, Energieeinsparungen und Energieeffizienz und dem Einstieg in eine nachhaltige Entwicklung wird ein weltweit gutes Leben möglich.

Das Gedenken 20 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl fordert:
Die Welt muss frei werden von Atomkraftwerken und Atomwaffen!

Hintergrundinformation zum AKW Fessenheim