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Atdorf: Pumpspeicherwerk / Pumpspeicherbecken / Atomstromspeicherbecken?

Atdorf / Situation nach dem Atomunfall in Fukushima und nach dem Aus von neuen Schweizer AKW bei Atdorf


Der Atomunfall in Fukushima hat auch die Atompolitik in der Schweiz durcheinander gewirbelt. Die Pläne drei neue Schweizer AKW zu bauen sind jetzt (erst mal) endgültig vom Tisch. Atdorf wird jetzt nicht, wie ursprünglich geplant, zur Atomstrombatterie für neue Schweizer Atomkraftwerke und darum muss das Projekt neu diskutiert werden. Mein persönliches, temporäres Nein zum Projekt hat jetzt keine Grundlage mehr. Dennoch gibt es bei dieser Planung noch eine Vielzahl von Details, Ungereimtheiten, Alternativen und Planungsfehlern, die jetzt am runden Tisch geklärt werden müssen. Auch regionale Naturschutzaspekte sprechen gegen Atdorf. (Siehe Stellungnahmen des BUND Hochrhein unter diesem Text)
Doch zumindest die ursprünglichen Pläne aus Atdorf eine "Atomstrombatterie" für neue schweizer AKW zu machen sind endgültig vom Tisch.
Axel Mayer (ein persönlicher Meinungsbeitrag)




Stellungnahme des BUND-Hochrhein zum geplanten Pumpspeicherwerk Atdorf



Der BUND ist nicht generell gegen den Bau von Pumpspeicherkraftwerken. Die Planungen zum Bau des Pumpspeicherwerks Atdorf werden vom BUND sehr kritisch gesehen, deshalb lehnt er derzeit das Bauvorhaben an diesem Standort ab. Einige wesentliche Gründe werden im Folgenden erläutert – die ausführliche BUND Stellungnahme umfasst rund 300 Seiten und kann beim BUND Hochrhein angefordert werden.

Stellungnahme des BUND Hochrhein zum Raumordnungsverfahren des PSW Atdorf
Teil 1 (Gesamtbetrachtung, Energietechnische Bewertung, Erdbebensicherheit)
Hier

Teil 2 (Artenvorkokmmen und deren Gefährdung):
Hier




Atdorf / Situation vor dem Atomunfall in Fukushima und vor der Entscheidung keine neuen Schweizer AKW zu bauen


Der Widerstand gegen das geplante Pumpspeicherwerk Atdorf wird bundesweit in den Medien als typisches Beispiel der "Dagegen-Republik" aufgeführt. Nicht einmal ein Pumpspeicherwerk für Wind- und Sonnenstrom lässt sich ohne Widerstand vor Ort durchsetzen. Es ist "erstaunlich" wie die Argumente dieser Seite in der Berichterstattung bisher konsequent nicht beachtet wurden. sie passen nicht ins gewünschte Bild und ins Vorurteil...

Was bei dieser Berichterstattung immer unter den Teppich gekehrt wird, ist die Tatsache, dass nicht überall wo "Umwelt" drauf steht, auch "Umwelt" drin ist.

Warum gibt es hauptsächlich im Norden der Republik Windstrom,
obwohl auf den Schwarzwaldhöhen ebenso stark weht wie an Deutschlands Küsten? Weil die Dagegen-Parteien CDU, CSU und FDP alles tun um in Bayern und Baden-Württemberg den Bau von Windräder zu verhindern. Die Atomkonzerne haben ein massives Interesse privat finanzierte Windräder zu verhindern und dieser Kurs wird von den Atomparteien umgesetzt. Auch darum brauchen wir im Süden Pumpspeicherwerke für Windstrom aus dem Norden.

Die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke
behindert den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung. Darum ist ist es naheliegend, dass der Strombezug für den Pumpbetrieb nicht aus regenerativen Quellen, sondern aus Kohle- und Atomkraftwerken erfolgen wird.

Nicht weit vom geplanten Pumpspeicherwerk Atdorf liegen die schweizer Gemeinden Gösgen und Beznau, ein wenig weiter entfernt liegt der Ort Mühleberg. In diesen drei Gemeinden stehen kleine, sehr alte AKW, die durch neue und wesentlich leistunsstärkere AKW ersetzt werden sollen. Mindestens zwei neue, große AKW will die schweizer Atomlobby auf jeden Fall.

Wenn die drei alten durch zwei neuen AKW ersetzt werden, dann wächst der Kraftwerkpark in der Schweiz um 2000 MW. Die Schweiz stünde vor einem neuen «20-TWh -
Atomstromberg» der insbesondere exportiert werden soll. Für solche Energiemengen braucht es Zwischenspeicher zur Veredelung des atomaren Grundlastsstroms.

So lange diese Pläne bestehen ist es sehr wahrscheinlich, dass der Atdorf-Speicher nicht für Sonnen- und Windstrom gebraucht wird, sondern dass es sich um eine grün gestrichene Atomstrombatterie handelt.

Wenn die schweizer Atom-Pläne vom Tisch sind, wenn bewiesen ist, dass dort wo "Umwelt" drauf steht, auch "Umwelt" drin ist, bin ich gerne bereit den Standort Atdorf neu zu diskutieren.

ein persönlicher Meinungsbeitrag von Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer Freiburg, Vizepräsident Atomschutzverband Basel. Kreisrat


Atdorf: Atomstrombatterie für neue schweizer AKW?




Nachtrag


Warum gibt es hauptsächlich im Norden der Republik Windstrom,
obwohl auf den Schwarzwaldhöhen ebenso stark weht wie an Deutschlands Küsten? Weil die Dagegen-Parteien CDU, CSU und FDP alles tun um in Bayern und Baden-Württemberg den Bau von Windrädern zu verhindern. Die Atomkonzerne EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall haben ein massives Interesse privat finanzierte Windräder zu verhindern und dieser Verhinderungskurs wird von den Atomparteien CDU, CSU und FDP umgesetzt. Auch darum "brauchen" wir im Süden Pumpspeicherwerke für Windstrom aus dem Norden.


Atdorf Infos


Die Schluchseewerk AG ist eine 50-Prozent-Tochter der RWE Power AG und eine 37,5 Prozent-Tochter der EnBW Kraftwerke AG,
eine 7,5 Prozent-Tochter der Energiedienst AG sowie eine 5 Prozent-Tochter der Energiedienst-Holding AG.

Technische Daten zum Pumpspeicherkraftwerk Atdorf
Quelle: Flyer „Neubauprojekt Pumpspeicherkraftwerk Atdorf“
  • Leistung: max. 1400 MW
  • Bauzeit: 5,5 Jahre
  • Investitionsvolumen: ca. 1 Mrd. Euro


Hornbergbecken II:
  • Höhe Wasserspiegel über N.N.: ca. 1018 m (max. Aufstauhöhe)
  • Nutzinhalt: 9 Mio. m³ (wie Haselbecken)
  • Beckengröße: 1100 m lang, 370 m breit (max.)
  • Gesamtfläche: ca. 58 ha
  • Dammkrone um das Speicherbecken: 2625 m lang, 5 m breit


Haselbecken:
  • Höhe Wasserspiegel über N.N.: 400 m (max. Aufstauhöhe)
  • Nutzinhalt wie Hornbergbecken II
  • Beckengröße: 1200 m lang, 600 m breit (max.)
  • Hauptdammkrone: 520 m lang,76 m ü. Gelände
  • Gesamtfläche: ca. 50 m
  • Fallhöhe: Differenz Höhe Hornbergbecken II - Haselbecken: rd. 600 m




hier mehr Infos: Neue AKW Schweiz




Wichtige Texte zum Thema Pumpspeicherbecken



Ein neues Pumpspeicherkraftwerk im Schwarzwald?
Quelle: Die sehr lesenswerte Fachzeitschrift Natur und Mensch 6-08 / Rubrik: Gewässer / Seiten 6-8
Bernward Janzing

Die Schluchseewerk AG, eine Tochter von RWE und EnBW, plant ein riesiges neues Pumpspeicherkraftwerk im Südschwarzwald, das schon vor Jahrzehnten gebaut werden sollte - Stauseen werden die Region erheblich verändern, der Widerstand formiert sich.


Die Projektidee kommt daher, als sei sie neu, doch sie ist Jahrzehnte alt. Im Hotzenwald will die RWE und die EnBW-Tochter Schluchseewerk AG für mehr als 700 Millionen Euro das grösste Pumpspeicherkraftwerk Deutschlands bauen. Das Unternehmen greift damit Pläne aus den siebziger Jahren auf. Damals hatten die Schluchseewerke ihre Pläne schon einmal präsentiert, sie dann jedoch - auch wegen Widerständen - gekippt.
Jetzt also kommt ein neuer Versuch: Das Unternehmen, das im Südschwarzwald bereits ein bundesweit einmaliges Netz von Pumpspeicherkraftwerken unterhält, will nördlich von Bad Säckingen zwei weitere Staubecken bauen, sowie ein Kavernenkraftwerk bei Atdorf (Gemeinde Herrischried) - ein Kraftwerk im Innern einer künstlich angelegten Höhle im Grundgebirge.

Ein altes Projekt neu aufgelegt

Die Anlage soll über eine Leistung von 1000 Megawatt verfügen, das ist fast die Leistung eines Atomkraftwerks. In Zeiten von Stromüberschuss soll das Werk diese Energie 13 Stunden lang aus dem Netz ziehen können, um bis zu 10 Millionen Kubikmeter Wasser vom Unterbecken ins 600 Meter höher gelegene Oberbecken zu pumpen. Bei Strommangel wird der Prozess umgekehrt.
Diese seit den zwanziger Jahren vor allem in Süddeutschland eingesetzte Technik ist noch heute die effizienteste Art, um Strom in grossen Mengen zu speichern. Die Kavernenkraftwerke Säckingen und Wehr, die in den siebziger Jahren gebaut wurden, erreichen einen Wirkungsgrad von 77 Prozent – das heisst sie gewinnen von vier Kilowattstunden, die zum Pumpen gebraucht werden, später drei zurück. Das 2003 im thüringischen Goldisthal nach zeitweise heftigen Protesten von Seiten des Natur- und Umweltschutzes in Betrieb genommene Pumpspeicherwerk kommt sogar auf 80 Prozent.
Die beiden nun in Südbaden geplanten Becken werden die Landschaft des Hotzenwaldes erheblich verändern. Das in über 1000 Meter Höhe gelegene Hornbergbecken II soll fast einen Kilometer lang und fast 400 Meter breit werden. Das zweite, das Haselbecken, ist nur unwesentlich kleiner. Beide Becken zusammen werden mitsamt der Nebenanlagen eine Fläche von 1,2 Millionen Quadratmeter bedecken. Jedes dieser Becken wird mehr als doppelt so gross sein, wie die bereits in der Nähe bestehenden Staubecken.
Ende 2010 soll die Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen sein, genauso lange sollen die Untersuchungen zu Geotechnik und Raumordnung andauern. Das Planfeststellungsverfahren soll in den Jahren 2011 bis 2013 laufen, damit ein Baubeginn im letzten Quartal 2014 erfolgen kann. Die Bauzeit wird auf viereinhalb Jahre veranschlagt.

Neues Kapitel einer turbulenten Firmenhistorie

Das Projekt ist ein weiteres Kapitel in einer zeitweise turbulenten Firmenhistorie. Nach seiner Gründung 1928 hatte die Schluchseewerk AG in den Jahren 1929 bis 1976 im Südschwarzwald fünf Pumpspeicher-Kraftwerke gebaut. Geplant waren noch einige mehr - zum Beispiel in der Wutachschlucht. Dort sollte in den fünfziger Jahren das Wasser der Hauptquellflüsse Gutach, Haslach und Rötenbach unterhalb der Haslachmündung durch eine 60 Meter hohe Talsperre aufgefangen und in einem 20 Kilometer langen Stollen zum bestehenden Kraftwerk Witznau abgeleitet werden. Drei Viertel der Wassermenge sollten der Wutach auf diese Weise entnommen werden. Das Staubecken war auf eine Fläche von 110 Hektar angelegt. Doch es gab heftige Proteste. „Hände weg von der Wutachschlucht“ forderten im März 1955 unter anderem Wissenschaftler der Universität Freiburg. Trotz intensiver Kampagnen und halbseitiger Inserate, die die Schluchseewerk AG in den regionalen Tageszeitungen publizierte, war das 70-Millionen-Mark-Projekt am Ende nicht durchsetzbar - auch weil 180.000 Bürger der Region mit ihrer Unterschrift gegen das Werk protestierten.
In den siebziger Jahren wurden dann jene Projekte geplant, die heute erneut auf der Tagesordnung stehen. Aber auch hier gab es Proteste: Im August 1976 gründete sich eine Gruppe „Gegner einer Energielandschaft Hotzenwald“, und der Schwarzwaldverein betonte, die Region dürfe „nicht bloss das Objekt für energiewirtschaftliche Ausbeutung“ sein. Zusammen mit einem Stausee im Lindauer Tal wurden die nun reanimierten Projekte Hornbergbecken II und Haselbecken in den frühen achtziger Jahren dann aufgegeben - auch, weil die Notwendigkeit nicht mehr gegeben schien.
Heute begründet die Schluchseewerk AG, die zu 50 Prozent dem RWE-Konzern, zu 37,5 Prozent dem EnBW-Konzern und zu 12,5 Prozent EnBW-Töchtern gehört, den Bau mit dem Ausbau der Windkraft: Wegen der zunehmenden Stromerzeugung aus fluktuierender Windkraft brauche man entsprechende Ausgleichskapazitäten. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Fakt ist: Wo schwankende Windkraft und unflexible Atomkraft aufeinander treffen, braucht man einen Ausgleich – zum Beispiel Pumpspeicherkraftwerke. Die Windkraft ist damit nicht der einzige Faktor: Hätte man statt unflexibler Atomkraftwerke flexible Gaskraftwerke am Netz, so wäre der Druck, neue Staubecken zu bauen, trotz des massiven Ausbaus der Windkraft erheblich geringer.
Sehr anschaulich zeigte sich das Anfang Oktober: An einem Sonntag blies der Wind in Deutschland so stark, dass in den Morgenstunden im Grosshandel der Strombörse der Strom zu negativen Preisen „verkauft“ wurde. Es war schlicht zu viel Strom vorhanden. Denn obwohl der Wind üppig Strom erzeugte, speisten die Atomkraftwerke ungerührt mehr als 13.000 Megawatt ins Netz und schufen erst damit einen Überschuss. Weil es nicht möglich ist, die trägen Meiler kurzfristig herunterzufahren, legten die Erzeuger den Abnehmern des überflüssigen Stroms sogar noch einen Zehntel Cent pro Kilowattstunde drauf.

Pumpspeicherung ist gleich Atomstromveredelung

Als nun im Herbst die Schluchseewerke ihre neuerlichen Baupläne offenbarten, waren sich die Umweltverbände noch nicht klar, wie man das Projekt bewerten soll - zu plötzlich wurde es präsentiert. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Südlicher Oberrhein verwies dann auch darauf, dass mit den Pumpspeicherkraftwerken nicht nur Ausgleich für die schwankenden erneuerbaren Energien geschaffen werde, sondern „auch Grundlast-Atomstrom in teuren Spitzenlaststrom veredelt werden“ könne. „Das ist ein wichtiges und schwieriges Thema für die Umweltbewegung am Oberrhein und am Hochrhein“ , sagt der Geschäftsführer des BUND in Freiburg, Axel Mayer.
Mayer verweist darauf, dass gleichzeitig in der Schweiz neue Atomkraftwerke geplant werden, die wesentlich mehr Leistung bringen sollen, als die heutigen “alten Schrottreaktoren.” Die beiden bestehenden Beznauer Reaktoren kommen zusammen auf 730 Megawatt, der neue Reaktor vom Typ EPR erreicht 1600 Megawatt. “Für die AKW Betreiber wäre es ökonomisch sinnvoll, den Atomstrom in Spitzenlaststrom umzuwandeln”, weiss Mayer.
Und so hat der Diskussionsprozess in Politik und Umweltbewegung über das geplante Grossprojekt inzwischen begonnen. Die Grünen im Landkreis Waldshut-Tiengen sprechen sich bereits gegen das geplante Pumpspeicherkraftwerk aus. Das Projekt sei nicht mehr zeitgemäss, es gefährde die Trinkwasserversorgung der Hotzenwaldgemeinden und es sei damit keinesfalls ökologisch. “Aus heutiger Sicht glaube ich nicht, dass es ein ökologisches Projekt ist. Ein wirtschaftliches ist es sicher”, sagt Kreisrat Hans-Eugen Tritschler aus Laufenburg.
Genau deshalb, weil es ökonomisch ein attraktives Projekt ist, hatten die RWE die Projekte rund um das Hornbergbecken II seit den siebziger Jahren nie wirklich zu den Akten gelegt. Ende 1992 hatte der in Essen ansässige Konzern sogar noch freimütig eingeräumt, dass es die Aktionäre seien, die “grösstes Interesse” an dem Vorhaben hätten. Das dürfte heute unstrittiger sein denn je, weil die Preise am Strommarkt stark schwanken. Wer billigen Strom in Überschusszeiten kaufen kann, um diesen zu Zeiten starker Nachfrage zurückzuspeisen, kann erhebliche Gewinne machen.

Alternativen sind vorhanden

Technisch gesehen gibt es jedoch durchaus Alternativen, um mit der schwankenden Last und der fluktuierenden Erzeugung der Windkraft fertig zu werden. Ein Schlüssel dazu ist - wenn man in der Kategorie der erneuerbaren Energien denkt - die Biomasse, die derzeit noch völlig unabhängig von der jeweiligen Situation des Netzes verstromt wird. Wenn allein die Biogasanlagen in Deutschland so gesteuert würden, dass sie bei Stromüberschuss heruntergefahren und vor allem tagsüber zur Abdeckung der Spitzenlast eingesetzt werden, käme bereits beim heutigen Bestand an Biogaskraftwerken eine Regelleistung von 1300 Megawatt zusammen - mehr als das neue Schluchseekraftwerk bringen wird. Und würde man auch andere Biomassekraftwerke - zum Beispiel Holzkraftwerke - mit in die Leistungsregelung einbeziehen, hätte man noch grössere Ausgleichskapazitäten verfügbar.
Während nun die bundespolitische Diskussion in den kommenden Monaten und Jahren von der grundsätzlichen Frage geprägt sein wird, ob das Projekt tatsächlich notwendig ist oder nicht, sind es in den Gemeinden vor Ort ganz andere Fragen, die die Menschen und vor allem die Gemeinderäte bewegen. Zum Beispiel die Trinkwasserversorgung, die mancherorts gefährdet ist: “Wir haben bei der Wasserversorgung unsere Aufgaben gemacht und es ist Sache des Schluchseewerks, uns Vorschläge für einen Ersatz der bedrohten Quellen zu machen”, sagte kürzlich im Gemeinderat von Herrischried Franz Albiez von den Freien Wählern.
Und Bürgermeister Christof Berger aus Herrischried sagt: “Unsere Landschaft wird durch das Bauprojekt beeinträchtigt und wir müssen uns darüber klar werden, inwieweit wir die Pläne mittragen können.” CDU-Gemeinderat Hans-Peter Kohlbrenner fragt unterdessen: “Ist das Projekt überhaupt notwendig – ich bin der Meinung: Nein”. Eine Arbeitsgruppe des Gemeinderates von Herrischried soll nun unter anderem auch der Frage nachgehen, ob die Schweizer Pläne zum Ausbau der Atomkraft tatsächlich Auslöser für die Neuauflage des Projektes sind. Denn es steht heute bereits fest: Sollte sich dafür handfeste Indizien zeigen, hätte das Projekt - über den massiven Eingriff in die Landschaft hinaus - ein weiteres grosses Imageproblem.











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Dieser Artikel wurde 4372 mal gelesen und am 23.11.2016 zuletzt geändert.