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Wirtschaftswachstum & Wachstumskritik: Unbegrenztes Wachstum zerstört begrenzte Systeme

Unbegrenztes Wachstum zerstört begrenzte Systeme - Eine Einführung in das Thema

In der aktuellen US-IMMOBILIENKRISE
hat die Wall Street bis September 2007 mehr als 200 Milliarden Dollar durch die US - Hypothekenkrise verloren. Doch diese Krise ist nur eine Wiederholung der japanischen Immobilienblase und der nächste Chrash zeichnet sich in England deutlich
ab.Der Hintergrund der Probleme ist ein System das nur funktioniert wenn es wächst und sich damit zwangsläufig selber zerstört.

Wieviel Prozent Wachstum
hätten Sie denn gerne? Fragen Sie einen Politiker von CDUFDPSPD und Sie werden vermutlich keinen finden, der nicht ein langfristiges Wachstum von mehr als 5% anstrebt. Mindestens 3% Wirtschaftswachstum seien nötig, um die Arbeitslosenzahlen zu senken. Vollbeschäftigung ließe sich frühestens ab 5% jährlichem Wachstum erreichen, werden Ihnen auch viele PolitikerInnen der GRÜNEN und der Demokratischen Linken vorrechnen.

Doch hinter solchen Aussagen,
Wahlkampfparolen, Wirtschaftsinteressen, Wünschen und Problemlösungsansätzen stehen unhinterfragte Mythen und der alte, zerstörerische Irrglaube, unbegrenztes Wachstum sei dauerhaft möglich.

Aktueller Einschub: Wachstumsbeschleunigungsgesetz


  • Wachstumsbeschleunigungsgesetz
  • Schuldenwachstumsbeschleunigungsgesetz
  • Genkartoffelwachstumsbeschleunigungsgesetz
  • Atommüllwachstumsbeschleunigungsgesetz
  • Straßenundflugverkehrwachstumsbeschleunigungsgesetz
  • Klimawandelwachstumsbeschleunigungsgesetz
  • Abstandzwischenarmundreichwachstumsbeschleunigungsgesetz
    Axel Mayer



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    Bei einem anhaltenden Wachstum
    von 3% verdoppelt sich das Bruttosozialprodukt alle 23 Jahre, bei 5% sogar bereits alle 14 Jahre. Und eine Menge, die exponentiell wächst, vertausendfacht sich jeweils nach der zehnfachen Verdoppelungszeit. Dauerhaftes exponentielles Wachstum einer Wirtschaft ist nicht möglich und führt zwangsläufig zur Selbstzerstörung. Als Problemlösungsansatz kann es langfristig und global nicht dienen. Durch die periodischen Kriege im Laufe der Menschheitsgeschichte wurde das bisherige Wachstum immer wieder unterbrochen. Es wäre anzustreben, die aktuellen Probleme ohne großen (und damit vermutlich letzten) Krieg in den Griff zu bekommen.

    Immer wieder werden in der öffentlichen Debatte
    andere Länder benannt, die ein stärkeres, „vorbildhaftes“ Wachstum haben. Vor dem Jahr 1990 wurde Japan als das „große Vorbild“ dargestellt. Die boomende japanische Wirtschaft wurde idealisiert und den deutschen Arbeitnehmern sagten Medien und Politik, sie sollten sich die Japaner endlich als Vorbild nehmen. Dann platzte 1990 in Japan (als Folge exponentiellen Wachstums) die Immobilienblase, die Börse ging in den Keller und von einem Tag auf den anderen war in Deutschland das „Vorbild Japan“ kein Thema mehr. Aufgearbeitet wurde dieser Medienflopp nie. Und die Staatsverschuldung mancher Länder, die uns heute als Vorbild dienen sollen, ist für die Medien wieder kein Thema.

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    Dieser Artikel wurde 1251 mal gelesen und am 11.11.2009 zuletzt geändert.