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wandern, gehen, laufen, reisen: zitate, gedichte, kurzprosa


wandern, gehen, laufen, reisen: zitate, gedichte, kurzprosa


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(...)wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten
an keinem wie an einer Heimat hängen
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen
er will Stuf' um Stuf' uns heben, weiten
kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen (...)

Auszug aus dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse


(...)Seltsam im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

Auszug aus dem Gedicht "Nebel" von Hermann Hesse, Eine Fußreise im Herbst


Ich höre nachts die Lokomotiven pfeifen, sehnsüchtig schreit die Ferne,
und ich drehe mich im Bett herum und denke: "Reisen..."

Kurt Tucholsky


Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.

Kurt Tucholsky


Es gibt Zeiten, wo ich zu meinem armen Herzen sage: Du bist ein Narr, so müssig umherzuschweifen! Warum bliebest du nicht zu Hause und studierest etwas Rechtes, da du doch die Wissenschaft zu lieben vorgiebst? – Und das auch ist eine Täuschung, denn ich athme doch durch alle Poren zu allen Momenten neue Erfahrungen ein; und von der Wissenschaft abgesehen, wir werden an meiner Reise Stoff auf lange Zeit zu sprechen haben, wenn schon die alten Anekdoten zu welken beginnen.

(Adelbert von Chamisso, Reise um die Welt)


reisen




Ladakh...

verzweifelter versuch
schneller zu sein
als die uns umgebende zerstörung
den virus mit uns tragend

in die letzten ecken
die noch nicht
blitzend, blinkend, blendend
rummelplatz und supermarkt
geworden

dem lärm und der hektik
betäubende stille
kargheit
wüste und gebirge
entgegenhalten

laufen, loslaufen, freilaufen
grenzenlose weite
ruhe
illusion von freiheit
schönheit, mühen und schmerz

und abschiednehmende trauer
denn was wir berühren
im fremden land
wird geld und beton


text & bilder: axel mayer



























Corsika


(Axel Mayer)

es gibt sie noch
einsame Pfade zwischen Palmen und Schnee
sandige Buchten und Schneeberge
Nächte unter dem Mond
sternenbestreut und wolkenverhangen
Tau auf der Haut
die blühende Machia
Sterne auf Dornen
betäubende Stille
und die Geräusche der Natur
der Specht, die Meise, der Wind
nur gelegentlich
das Flugzeug am Himmel
erinnert an Heimat
an Mickymausien, das Bausparland
wo der fürsorgliche Staat
neue schnelle Straßen baut
schnelle Straßen
für schnelle Fluchten


Axel Mayer





























































































































































































































































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Dieser Artikel wurde 325 mal gelesen und am 3.8.2018 zuletzt geändert.