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Pluton - Atomraketen im Elsass & in Frankreich


Pluton - Atomraketen im Elsass & in Frankreich



Sinnigerweise nach Pluton,
dem griechischen und römischen Gott der Totenwelt, waren die französischen Kurzstrecken-Atomwaffen benannt, die in Zeiten des Kalten Krieges den -vorrückenden Feind aus dem Osten- im Schwarzwald und in Süddeutschland stoppen sollten.

Die Entwicklung dieser mörderischen Waffe
begann in den frühen 1960er Jahren und 1974 wurde das Waffensystem bei der französischen Armee eingeführt. Die fünf "grenznahen" Pluton-Artillerieregimenter verfügten über 120 Kurzstrecken - Raketen. Der Begriff "grenznah" ist wichtig, denn die Reichweite der Atomwaffen lag bei 120 km. Jede Rakete hätte in Süddeutschland, insbesondere im Schwarzwald, ein Gebiet von rund zehn Quadratkilometern zerstören können.

Die massive Bedrohung durch die Kurzstrecken-Pluton-Raketen
(nicht nur) in den Vogesen (Mailly-le-Camp, Laon, Suippes, Oberhoffen und in Belfort) wurde auf der badischen Rheinseite von der Bevölkerung nicht wahrgenommen und es gab trotz Protesten der Umwelt- und Freidensbewegung un der GRÜNEN auch fast keine Berichterstattung. Die uns alle heute noch bedrohenden US-Atomwaffen & Atombomben in Büchel(D) sind in der Öffentlichkeit ein ähnlich gut verdrängtes Thema.

Erst im Jahr 1993 wurden die Pluton-Kurzstreckenraketen verschrottet, ein Erfolg, den wir wohl nur Michail Gorbatschow zu verdanken haben.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer


Quellen:







Pluton - Atomraketen im Elsass & in Frankreich





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Dieser Artikel wurde 225 mal gelesen und am 11.9.2017 zuletzt geändert.