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Naturfilm / Tierfilm & Naturzerstörung 2018: Wunderschöne Naturfilme - Traurige Realität


Naturfilm / Tierfilm & Naturzerstörung 2018: Wunderschöne Naturfilme - Traurige Realität
Illusionsmaschine oder Ansporn zu handeln?



Die Naturfilme im Kino und im Fernsehen werden immer beeindruckender. Zeitlupen und Zeitraffer, Makroaufnahmen und Unterwasser-Szenen... seit "Serengeti darf nicht sterben", der frühen Kinodokumentation von Michael Grzimek und dessen Vater Bernhard aus dem Jahr 1959 hat sich viel getan. Der Film „Unsere Erde“ war mit 30 Millionen Euro Produktionskosten einer der teuersten Naturfilme aller Zeiten. Drei Jahre dauerten die Dreharbeiten zu dieser Tier- und Naturdokumentation.
Andere berühmte Natur- und Tierfilme sind "Unsere Ozeane" (2009), "Die Reise der Pinguine" (2005), "Im Reich der Raubkatzen" (2011), "Deep Blue" (2003), "Nomaden der Lüfte – Das Geheimnis der Zugvögel" (2001), "Wächter der Wüste" (2008), "Serengeti" (2011), "Mikrokosmos – Das Volk der Gräser" (1996) oder "Frozen Planet – Eisige Welten" (2011), um nur einige zu nennen.


Doch während in atemberaubenden Filmen das Hohelied der Arten und der globalen Natur gesungen wird, ist die globale und regionale Realität eine andere. Gezeigt werden Bilder von schöner, winziger, schwindender Rest-Natur und Rest-Vielfalt.

Der weltweite Verlust der Biodiversität, der Vielfalt an Arten und Lebensräumen, steigt in Zeiten scheinbar unbegrenzten wirtschaftlichen Wachstums dramatisch. Durch Jagen, Fischen und den Verlust von Lebensraum ist die Zahl von Land-, Meeres- und Süßwassertieren in 40 Jahren um 52 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Land- und Meerestiere ging von 1970 bis 2010 um 39 Prozent zurück und die Zahl der Süßwasser-Tiere sogar um 76 Prozent, sagt eine Studie aus dem September 2014.

Auch Südbaden und insbesondere die Rheinebene wird zunehmend scheußlich und Natur und naturnahe Gebiete schwinden! Am Rande der Vorbergzone entlang der B3 entsteht ein hässlicher Siedlungsbrei. Auf der Gesamtstrecke von 68 km zwischen Freiburg & Offenburg gibt es aktuell 50,3 km weiter wuchernde Siedlungsflächen und 17,7 km naturfernen "Freiraum". Immer mehr Beton ergießt sich auch in die Schwarzwaldtäler und rund um den Kaiserstuhl (wo selbst FFH-Gebiete bebaut werden sollen, wie der Konflikt um das Weingut Vogel zeigt). Die Regionalplanung wird von Bürgermeisterinteressen dominiert. Dazu kommen als Folge freien Handels und globaler Konkurrenz immer mehr landwirtschaftliche Monokulturen und die heftige Vermaisung der Rheinebene.

Mit dem neuen Parkhaus Feldberg, der Gefährdung des wunderschönen Tennenbacher Tales, dem geplanten sechsspurigen Autobahnausbau und der Verwirklichung des Verkehrsdrehkreuzes Oberrhein werden weitere, kleine und große Schritte zur Entwertung unserer Landschaft, zum Verlust an Lebensqualität und hin zu mehr Klimawandel getan.

Es ist schön (und die -berühmte- kurze Rast im quellenkühlen Tal), sich an den wunderschönen Naturfilmen zu berauschen und es ist ebenso wichtig, sich für die verbliebenen schönen Restlandschaften, für Biodiversität & die Natur der Welt und am Oberrhein und gegen den Klimawandel zu engagieren. Ein kleiner regionaler Erfolg war der mühsam-erfolgreiche Kampf für den Nationalpark Nordschwarzwald.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

Nachtrag
von Hans Magnus Enzensberger (der sich auch auf FilmemacherInnen übertragen lässt :
"Der Tourist zerstört das, was er sucht, indem er es findet"





Darßer NaturfilmFestival, Wildtierstiftung & Klimawandelleugner 2019
Während Du diesen Text liest, soll im Hambacher Forst immer noch der Wald gerodet und das Klima zerstört werden! Und das Geld des Hauptsponsors und Mitgründers der NaturfilmStiftung und des Darßer NaturfilmFestivals riecht verdächtig nach Industrie & Kohle...

Mehr Infos: Hier



Infosammlung 2018: Natur, Naturschutz & Naturgebiete, in Südbaden, im Elsass und am Oberrhein



Noch zwei, drei solche Hitzesommer und Trockenjahre wie im Jahr 2018 und wir werden den Schwarzwald nicht wieder erkennen.
Axel Mayer

Mehr Infos:Waldsterben & Klimawandel aktuell: Hitzesommer, Trockenjahre & Klimawandelleugner












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Dieser Artikel wurde 619 mal gelesen und am 19.10.2018 zuletzt geändert.