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Infrarotheizung: teuer und hoher Preis für die Umwelt (Test / Warentest / Verbaucherzentrale)

Für Infrarotheizungen, Wärmewellenheizungen und andere elektrische Direktheizungen
wird intensiv geworben.

Beim BUND rufen allerdings immer mehr Menschen an, die ihre Stromrechnung für diese elektrische Heizung nicht mehr bezahlen können.
Hier ein typischer Auszug aus einer dieser Mails von Frau X aus Oberhausen
Sehr geehrte Damen und Herren beim BUND,
ein Vertreter hat uns besucht und jetzt haben wir seit einigen Jahren eine elektrische Direktheizung und viele Probleme. In der Anschaffung war die Heizung günstig. Doch jetzt haben wir es „vorne warm und hinten kalt“. Obwohl wir es nicht mehr so warm haben wie früher sind die Stromkosten ganz enorm gestiegen und wir können die Rechnung nicht mehr bezahlen...


Die großen Atom- und Kohlekonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW freuen sich über jede verkaufte Elektroheizung um zusätzlichen Strom aus klimaschädlichen Kohlekraftwerken und aus maroden AKW zu verkaufen.


Bei der Herstellung von Strom für Infrarotheizungen
gehen zwei Drittel der eingesetzten Energie ungenutzt verloren. Die Belastung der Umwelt und des Klimas durch die Stromerzeugung sind ganz beträchtlich: Abgase (NO2, SO2, CO2), Atommüll, Unfallgefahr..., die Abwärme heizt Flüsse auf und der Wasserverbrauch beträgt zwei Liter pro Kilowattstunde erzeugtem Strom. Die nur scheinbar verlust- und schadstofffreie Elektroheizung in der eigenen Wohnung führt zu ganz erheblichen Umweltbelastungen bei der Stromerzeugung im Kraftwerk.

Da Infrarotheizungen und Wärmewellenheizungen mit "Tagstrom" betrieben werden, sind sie noch teurer als die umweltschädlichen, kostenintensiven Nachtspeicheröfen.


Dr. Volker Kienzlen, der Leiter der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg
(KEA) zeigte in einem Gespräch mit der Hochrheinzeitung am 22.2.2010 die Probleme von elektrischen Heizungen auf:
„Den hochwertigen Energieträger Strom für die Bereitstellung niederwertiger Raumwärme zu verwenden, ist jedoch klimaschädlich und ineffizient.“ Bei der Herstellung von Strom gehen durchschnittlich zwei Drittel der eingesetzten Energie ungenutzt verloren. Daher verursacht eine Elektroheizung drei Mal mehr Treibhausgasemissionen als ein Gas-Brennwertkessel und sogar zehn Mal mehr als eine Holzpelletheizung.
Auch bei den Betriebskosten schneiden die Stromheizungen schlecht ab. „Viele Stromheizungen entwickeln sich zu einer regelrechten Kostenfalle“, so Volker Kienzlen. „Das gilt für Nachtstromspeicherheizungen, besonders aber für diejenigen Stromheizungen, die auch tagsüber Strom verbrauchen. Dazu gehören normale Elektroheizkörper und Infrarotheizungen. Nachtstrom kostet derzeit je nach Anbieter rund 13 Cent pro Kilowattstunde, Tagstrom durchschnittlich 19 Cent."


Werbung, die Stromheizungen als preisgünstig
oder besonders effizient und umweltfreundlich darstellt, hält die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen für irreführend.

„Elektrodirektheizung doppelt teuer“
schreibt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Wie groß dieser Bedarf ist, hängt wesentlich vom Dämmzustand des Gebäudes und dem Nutzerverhalten der Bewohner ab. Liegt der Heizwärmebedarf zum Beispiel bei 20.000 Kilowattstunden, so verursacht dies Kosten von rund 4.000 Euro, wenn man diesen Bedarf durch elektrische Direktheizungen deckt. Wird der gleiche Bedarf durch eine Öl- oder Gasheizung gedeckt, liegen diese Kosten nur bei etwa 2.000 Euro, eingerechnet der Zusatzkosten für Wartung, Schornsteinfeger und Pumpenstrom.“ (Zitatende)


Der Bund für Umwelt- und Naturschutz hält Elektroheizungen im Regelfall für unökologisch.


Wir haben viele Informationen von Test, Warentest und Anderen zum Thema Infrarotheizung und elektrisches Heizen zusammengetragen, die Sie hier finden.




Infrarotheizung: hohe Kosten und hoher Preis für die Umwelt (Test / Warentest)






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Dieser Artikel wurde 87096 mal gelesen und am 13.9.2017 zuletzt geändert.