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ENSI Kritik 6/2018!: Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat "kontrolliert" Beznau, Leibstadt, Gösgen, Mühleberg & NAGRA


ENSI Kritik 6/2018!: Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat "kontrolliert" Beznau, Leibstadt, Gösgen, Mühleberg & NAGRA


ENSI: Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) (französisch Inspection fédérale de la sécurité nucléaire) ist die Aufsichtsbehörde der Schweiz für die nukleare Sicherheit der kerntechnischen Anlagen. Das ENSI wird "überwacht" vom ENSI-Rat, einem vom Bundesrat gewählten und ihm direkt unterstellten unabhängigem Gremium. Sitz des ENSI ist Brugg im Kanton Aargau. Das ENSI ist ein wichtiger Bestandteil des "atomaren Dorfs" der Schweiz. Eines eng verwobenen Netzwerks von Atomindustrie, Politik, Verwaltung und Teilen der Medien, dem schweizer Atomfilz. Quelle: /www.google.suedostschweiz.ch

ENSI: Atom & Asbest, DDT, Contergan, Klimawandel


In der Umweltgeschichte der letzten Jahrzehnte gab es immer wieder Fälle wo Menschen, Tiere und Umwelt durch umweltschädliche Produkte und Produktionsweisen massiv geschädigt wurden. Nicht nur bei Asbest, Contergan, Holzschutzgiften, Neonicotinoiden, DDT, Diesel und heute beim Klimawandel war und ist den Konzernen und Firmenleitungen die Folgen ihres Handelns frühzeitig bewusst gewesen. Aus Gründen der Habgier wurden die verheerenden Folgen, die Erkrankungen und Todesfälle aber ignoriert und mit Hilfe von PR, Werbeagenturen und „staatlichen Kontrollinstanzen“ herunter gespielt und verharmlost. Gerade beim Umweltgift Asbest hat dieses Zusammenspiel ein Verbot jahrelang verhindert und war mit Ursache für tausende zusätzlicher Tote und viele, viele schreckliche Erkrankungen.

Wenn es um das gezielte Herunterspielen der Atomgefahren geht, dann erinnert die Arbeit der „Kontrollorganisation“ ENSI stark an das Vorgehen ähnlicher Kontrolleure bei Asbest, Contergan, Holzschutzgiften, Neonicotinoiden und DDT. Es ist ein Problem, dass bei diesen gut organisierten, teilweise mörderischen Verzögerungen von notwendigen Verboten, die Täterinnen und Täter nie angemessen bestraft wurden.


Die manipulative Macht der ENSI
und der Schweizer Atomlobby zeigt sich auch im einseitig - unkritischen Wikipedia-Beitrag zur ENSI. Der PR-Einsatz der "besten" Werbeagenturen und Manipulatoren der Welt zahlt sich hier aus.

Nuklearexperte ortet Filz zwischen BFE, Ensi und Nagra
Der Nuklearexperte Marcos Buser ist aus Protest aus der Eidg. Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) ausgetreten. Er wirft dem Bundesamt für Energie (BFE), dem Eidg. Nuklearinspektorat (Ensi) und der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) Filz vor. Der Filz bestehe darin, dass die Mitglieder der verschiedenen Behörden und Stellen miteinander verbandelt seien und Informationen austauschten. «Der Kontrolleur ist Copain mit dem Kontrollierten», fasste Buser seine Kritik zusammen.


Erstaunliches Lob für unsere Atomaufsichtsbehörde ENSI


8.10.2015
Die Geschäftsprüfungskommission des Ständerats hat in ihrem jüngsten Bericht die rechtlichen Grundlagen zur Sicherstellung der Unabhängigkeit von Aufsichts- und Regulierungsbehörden untersucht. Dabei kommt etwa die Schweizer Atomaufsicht – das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI – relativ gut weg. In der medialen Berichterstattung ist unter anderem zu hören, dass das ENSI punkto Unabhängigkeit «vorbildlich» sei. Die SES ist irritiert über solche Interpretationen. Denn untersucht wurden von der GPK nur die jeweiligen Regeln und nicht die tatsächliche Unabhängigkeit bei einzelnen Entscheiden. «Im ENSI-Rat sitzt aktuell kein einziger ausgewiesener Atomkritiker», sagt Jürg Buri, Geschäftsleiter der Schweizerischen Energie-Stiftung SES. «Im Gegenteil sind Mitglieder wie etwa Oskar Grötzinger oder Werner Bühlmann als klare AKW-Befürworter aufgefallen.»

AKW-Betreiber tanzen dem ENSI auf der Nase rum
Zahlreiche Beispiele zeigen auf, wie schwer sich das ENSI tut, seine Funktion als Aufsichtsbehörde wahrzunehmen. So wird seit 1999 an den Richtwerten für den Erdbebenschutz der Schweizer AKW gefeilt. Das ENSI konnte die von unabhängigen Experten erstellte Pegasos-Studie gegenüber den AKW-Betreibern nicht durchsetzen. Diese haben nun unter eigener Leitung eine Nachfolgestudie, das sogenannten Pegasos Refinement Project (PRP), in Auftrag gegeben und 2013 abgeliefert. Seither prüft das ENSI diese Resultate.

Eine verbesserte gesetzliche Grundlage tut Not, um dem ENSI eine bessere Durchsetzungskraft zu gewährleisten. Ein Ansatz ist das vom ENSI selber geforderte Langzeitbetriebskonzept für die Schweizer AKW, welches im Nationalrat gutgeheissen und jüngst im Ständerat wieder aus dem Kernenergiegesetz gestrichen worden ist.

Jürg Buri, SES-Geschäftsleiter



ENSI - Fehlaussagen zu Fukushima - Belege


von: Fokus Anti-Atom

Nach Erkenntnissen von Fokus Anti-Atom
kommunizierte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am 5. Mai weitreichende Fehlaussagen zum Fukushima Super-GAU. Auf diesen Fehlaussagen basierend, beurteilte es die Schweizer AKW als sicher. Besonders beunruhigend ist, dass nach Korrektur dieser Fehlaussagen auch in der Schweiz eine Explosion von Reaktorgebäuden und weitere schwere Unfallfolgen nicht auszuschliessen sind.

Am 5. Mai 2011 hat das ENSI seine ersten Erkenntnisse zur Sicherheitsprüfung der Schweizer AKWs nach Fukushima verkündet. Dabei wurde prominent festgestellt, dass der Unfallablauf technisch gut nachvollziehbar sei und keine unerwarteten Phänomene aufgetreten seien. Die Tsunamigefährdung in Japan sei schlicht unterschätzt worden. Die Überprüfung auf unmittelbare Gefahr reduziere sich deshalb auf die Frage, ob extreme Naturereignisse in der Schweiz neu eingeschätzt werden müssten. Die Prüfung dieser Frage wurde eingeleitet und einige Nachrüstungen verfügt. Die Schweizer AKWs wurden als sicher eingestuft.

Seit Anbeginn der Fukushima Katastrophe wurde in Medien und von Fachleuten viel über den Unfallablauf spekuliert. Anfang Juni 2011 veröffentlichte die japanische Regierung einen offiziellen Unfallbericht an die IAEA. Darin werden protokollierte Ereignisse und Analysen zum Unfallgeschehen dokumentiert. Viele Fragen zum Unfallablauf bleiben aber weiterhin offen.

Fokus Anti-Atom hat den offiziellen Unfallbericht der japanischen Regierung an die IAEA analysiert und feststellen müssen, dass das ENSI auf der technischen Seite überwiegend falsche Einschätzungen herangezogen hat, um eine von Schweizer AKWs ausgehende unmittelbare Gefahr auszuschliessen.

Die gravierendste Fehlaussage des ENSI betrifft das sogenannte Containmentdruckabbausystem (Begriffserklärung im Hintergrundpapier). Das ENSI ging davon aus, dass dieses - anders als in Schweizer AKWs - in den japanischen Anlagen fehlte. Nur deshalb seien dort die Reaktorblöcke in die Luft gegangen.


Falsch!

Im Hintergrundpapier, welches dieser Medienmitteilung beiliegt, werden diese und andere Fehlaussagen des ENSI von Fokus Anti-Atom aufgedeckt, überprüfbar belegt und ansatzweise bewertet.

Das Hintergrundpapier zeigt: es war unverantwortlich, dass die Schweiz - anders als Deutschland - keine vorsorgliche Ausserbetriebnahme der alten, teilweise baugleichen Atomreaktoren einforderte.

Unsere Forderungen:
  • Das ENSI hat die Situation neu einzuschätzen und die Überprüfung der Schweizer Reaktoren aufgrund seiner Fehleinschätzungen auszuweiten. Eine Reduktion auf die Frage der extremen Naturereignisse ist in keinster Weise mehr zulässig.
  • Eine vorsorgliche ausserbetriebnahme der unsicheren Schweizer AKW ist dringend geboten.

    Quelle: Fokus Anti-Atom
    Postfach 6307
    3001 Bern
    www.fokusantiatom.ch







    Einen wichtigen und kritischen Vortrag zum Thema ENSI finden Sie :Hier



    NWA Nie wieder AKW
    Medienmitteilung vom 29. Juni 2011

    Mühleberg: Skandalöse Fehleinschätzungen des ENSI

    NWA fordert personelle Konsequenzen. Sie fordert, dass sofort unabhängige Stimmen wie Ruedi Rechsteiner im ENSI-Rat Einsitz erhalten.

    NWA – Nie wieder AKW begrüsst die Stilllegung von Mühleberg. Dass die Anlage schon im Herbst wieder hochgeschaltet werden soll, lehnt sie aber vehement ab. Das ENSI kann bis dann gar nicht feststellen, ob alle Mängel behoben sind.

    Die Sachlage wirft ein ganz schlechtes Licht auf das ENSI. Das ENSI hat am 5. Mai erste Entwarnungen verbreitet. Es seien in Fukushima keine unerwarteten Phänomene aufgetreten. Die Tsunami-Gefährdung in Japan sei schlicht unterschätzt worden. Die Schweiz verfüge über Sicherheitssysteme, welche in Japan fehlten. Wie sich in Kenntnis des offiziellen Unfallberichts der japanischen Regierung an die IAEA vom 7. Juni 2011 zeigt, waren die Sicherheitssysteme in Japan vorhanden, haben aber nicht funktioniert. Es gab in Fukushima Containmentdruckentlastung. Sie genügte in mehreren Reaktoren aber nicht um die Kernschmelze zu verhindern. Auch das Versagen der dampf- und batteriebetriebenen Kühlsysteme und der alternativen Kühlwassereinspeisungen stellen die Sicherheit von ähnlichen AKWs in der Schweiz in Frage. Es braucht eine umfassende Abklärung, warum sie nicht funktionierten, bevor irgendeine Entwarnung für die Schweizer AKW gegeben werden kann. Dass diese offensichtlichen Fehleinschätzungen des ENSI nicht kommuniziert und daraus seit dem 7. Juni keine Schlussfolgerungen gezogen wurden, hat das Vertrauen von NWA in das ENSI endgültig erschüttert.

    NWA verlangt vom Bundesrat, dass er sofort Konsequenzen zieht und das ENSI personell und strukturell unabhängiger ausstattet. Kurzfristig soll der ENSI-Rat durch atomkritische Experten ergänzt werden. NWA schlägt als neuen ENSI-Präsidenten, an Stelle von Peter Hufschmied, Alt-Nationalrat Rudolf Rechsteiner vor. Rudolf Rechsteiner ist Vizepräsident von NWA und beschäftigt sich seit 30 Jahren mit Fragen der Sicherheit von Atomanlagen. Nur ein unabhängiger Rat unter einem atomkritischen Präsidenten kann die Sicherheitsbehörde glaubwürdig kontrollieren.

    Für Informationen:
    Beat Jans, Nationalrat, Co-Präsident NWA
    Brigit Wyss, Nationalrätin, Co-Präsidentin NWA



    Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat - ENSI, Atomfilz & atomares Dorf




    Resolution der Mitgliederversammlung des Trinationalen Atomschutzverbandes TRAS
    Brugg (CH), 24. Juni 2014

    Das ENSI schützt die AKW-Betreiber:
    Bundesrat soll ENSI und ENSI-Rat personell erneuern


    Wir, die versammelten Vertreterinnen und Vertreter des Trinationalen Atomschutzverbandes (TRAS), der über 100 Städte und Gemeinden im mutmasslichen Katastrophengebiet schweizerischer und
    elsässischer Atomkraftwerke vereinigt, sind tief beunruhigt über die schwachen Leistungen des Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI).
    • 1. Dem ENSI-Motto „Safety first“ wird nicht nachgelebt.
      Sicherheitsstandards – zum Beispiel zur Erdbebensicherheit – werden vom ENSI verwässert. Das ENSI wählt die Parameter stets so, dass ein Weiterbetrieb alter Atomanlagen möglich bleibt.
      Das ENSI lässt zu, dass die eigenen Auflagen ignoriert werden.
      Am 17. Juni 2013 erklärte Bundesrätin Doris Leuthard im Parlament: „Was das Kernkraftwerk Mühleberg betrifft, hat das ENSI das Langzeitbetriebskonzept für dieses Kernkraftwerk geprüft und im Hinblick auf einen Weiterbetrieb bis 2022 umfassende Nachrüstungen gefordert, die bis zum Jahr 2017 umzusetzen sind.“
      Am 30. Oktober 2013 erklärte die Betreiberin BKW, sie werde diese Auflagen nicht umsetzen und Mühleberg trotzdem bis 2019 weiterbetreiben. Das ENSI hat bis dato nicht widersprochen.

    • 2.Der Schutz des Trinkwassers ist nicht gewährleistet.
      Die Auswirkungen eines Atomunfalls vom Typ Fukushima werden auch drei Jahre nach dem Unfall in Japan noch immer „weiter untersucht“. Massnahmen an der Quelle, z. B. Restwasserbecken und Filtrieranlagen auf den AKW-Geländen, werden vom ENSI nicht in Betracht gezogen. Ein Unfall mit Austritt von Radioaktivität wie in Fukushima würde für Bevölkerung und Wirtschaft jahrelang zu unzumutbaren Einschränkungen führen.

    • 3. Das ENSI wiegt die Öffentlichkeit in falscher Sicherheit.
      Wenn ENSI-Direktor Hans Wanner sagt: „die Schweizer Kernanlagen sind sicher“ (z. B. Interview vom 31.Oktober 2011 auf www.ensi.ch), verschweigt er das Restrisiko. In den letzten 40 Jahren sind bei 435 in Betrieb stehenden Reaktoren 5 Kernschmelzen aufgetreten, was eine Katastrophenwahrscheinlichkeit von 1,15 Prozent pro Reaktor ergibt oder bei 7 Reaktoren (CH inkl. Fessenheim) zu einer Unfallwahrscheinlichkeit von 8 Prozent. Das ENSI ignoriert diese Fakten und stützt sich weiterhin auf realtitätsfremde probabilistische Sicherheitsanalysen ab.


    Wir bitten den Bundesrat als Wahl- und Aufsichtsbehörde (Artikel 18 Abs. 2 ENSIG), zur Wiederherstellung des Vertrauens und angesichts der immensen Folgen eines jederzeit möglichen Atomunfalls seine gesetzgeberischen, aufsichtsrechtlichen und personellen Kompetenzen wahrzu-nehmen. Das deklarierte ENSI-Aufsichtsziel (Hans Wanner: „Safety first“) darf nicht länger ignoriert werden. Die Führung des ENSI und der ENSI-Rat müssen personell erneuert werden, damit der gesetzliche Auftrag, der „Schutz von Mensch und Umwelt vor den Gefahren der Kernenergie“ (Artikel 1 KEG) gewährleistet ist.

    Angesichts der Alterung der Atomkraftwerke und der dadurch steigenden Risiken sind die Restlaufzeiten so festzulegen, dass 40 Betriebsjahre nicht überschritten werden.

    Die Verwässerung der Sicherheits-Bestimmungen bei Erdbeben, Überflutung oder Flugzeugabstürzen ist nicht länger zuzulassen.


    TRAS/ATPN
    Trinationaler Atomschutzverband / Association Trinationale de Protection Nucléaire





    Bezirksgericht Brugg
    Untere Hofstatt 4
    CH - 5200 Brugg
    Schweiz
    20.1.2015
    (zwischenzeitlich erfolgreiche) Einsprache gegen das Gerichtliche Verbot vom 27. November 2014 betreffend die Parzellen 2394, 2395 und 2396, Gemeinde Brugg

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    jahrelang galt bei uns die Schweiz als Vorbild in Sachen Demokratie. Doch mehr und mehr häuft sich der Eindruck, dass die Atomlobby an undemokratischer Macht gewinnt und die schweizer Demokratie aushöhlt.

    Am 12. Januar 2015 wurde auf den Parzellen 2394, 2395 und 2396, Gemeinde Brugg, das folgende «Gerichtliche Verbot» angebracht:
    «Allen Unberechtigten wird jede Aktivität auf dem Grundstück verboten, die über das schlichte Überfahren mit dem Fahrrad, das schlichte Darübergehen oder das Darübertragen hinausgeht.
    Insbesondere verboten ist das längere Verweilen auf dem Grundstück. Von diesem Verbot ausgenommen ist ein kurzzeitiges Verweilen im direkten Verkehr mit den Mietern.
    Widerhandlungen werden auf Antrag mit einer Busse bis zu 2’000 Franken bestraft. Brugg, 27.November 2014. Die Gerichtspräsidentin.»
    Im Geschäftshaus auf den beiden Grundstücken hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) seinen Sitz. Das Verbot richtet sich offensichtlich in erster Linie gegen die Mahnwachen, welche seit der Fukushima-Atomkatastrophe regelmässig vor dem Sitz des ENSI stattfinden. Diese Aktivitäten sollen das ENSI dazu bewegen, die nuklearen Gefahren, welche insbesondere von den überalterten Atomkraftwerken Beznau 1 und 2 und Mühleberg ausgehen, schnellstens zu beenden.
    Ich wende mich entschieden gegen dieses Verbot und erhebe gestützt auf Art. 260 der Zivilprozessordnung (ZPO) dagegen Einsprache.
    Ich nehme zur Kenntnis, dass gemäss Art. 260 Abs. 2 ZPO diese Einsprache das Verbot mir gegenüber unwirksam macht und dass zu dessen Durchsetzung gegen mich beim Gericht Klage eingereicht werden müsste.
    Ich bin der Auffassung, dass § 9 Abs. 2 der Sondernutzungsvorschriften zum Gestaltungsplan «Areal Brugg Kabelwerke AG», welcher den Bereich vor dem Eingang zum ENSI-Sitz zum «öffentlichen Fussgängerbereich bzw. Trottoir» erklärt, ein privatrechtliches gerichtliches Verbot kategorisch ausschliesst.

    Mit freundlichen Grüßen
    Axel Mayer, Geschäftsführer (als Privatperson und für den BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein)

    AKW KKW Beznau 5/2018: Das älteste und eines der gefährlichsten Atomkraftwerk der Welt & die Gier

    Wegen massiver technischer Mängel war Block 1 des AKW Beznau seit 2015 abgeschaltet. Nach einem Entschied des ENSI wurde der Betrieb am 21.3.18 wieder aufgenommen.

    Für diesen Entscheid sprechen drei Gründe:
    • Verantwortungslosigkeit
    • Dummheit
    • Gier


    Mehr Infos: hier

    Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident Atomschutzverband TRAS


    Gefahrenquelle Atomkraftwerk Beznau
    Die Nutzung der Atomenergie ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Umweltbelastend, krank machend und sogar tödlich sind die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente. Im so genannten Normalbetrieb gibt das Atomkraftwerk Beznau krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall wie in Fukushima oder ein Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete dauerhaft unbewohnbar machen. Atomkraftwerke und Atomwaffen sind "siamesische Zwillinge" und die "zivile" Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch problematischer und unsicherer als das Kernkraftwerk Beznau sind die Wiederaufarbeitungsanlagen. Die Macht und der Einfluss der Schweizer Atomkonzerne Axpo und Nagra auf die Politik sind undemokratisch. Mit einer vorgeschobenen Klimapropaganda versuchen sie von ihrer Mitverantwortung für den Klimawandel abzulenken. Der heute im AKW Beznau produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.


    AKW KKW Beznau: Wie funktioniert das Atomkraftwerk?


    Das "Technikmuseum Beznau" ist das älteste und eines der gefährlichsten Atomkraftwerke der Welt
    Das älteste AKW der Welt, der 45 Jahre alte Reaktor Oldbury im Westen Englands wurde im Februar 2012 vom Netz genommen. Jetzt hat das grenznahe AKW Beznau die zweifelhafte Ehre, das älteste AKW der Welt zu sein.
    Es ist unglaublich: Die Schweiz, eines der schönsten und reichsten Länder betreibt die ältesten Atomkraftwerke der Welt. Es ist nicht erklärbar warum ein modernes Land wie die Schweiz in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt und so die Existenz des eigenen Landes und der Menschen, auch in den Nachbarländern so unverantwortlich auf´s Spiel setzt. Mit zunehmendem Alter wächst auch die Gefahr atomarer Unfälle.
    Bei einem schweren Atomunfall in Deutschland würden sich, ähnlich wie in Japan, zumindest noch Gebiete finden wohin die Menschen evakuiert werden könnten. Bei einem Atomunfall in einem kleinen Land wie der Schweiz kämen als Fluchtorte, je nach Schwere des Unfalls und je nach Windrichtung am Katastrophentag, nur die ebenfalls betroffenen Nachbarländer in Frage.






    Beznau, Leibstadt, Gösgen, Mühleberg, & Atommüll Schweiz Newsletter

    Wir mailen Ihnen aktuelle Infos zu Beznau & zu den Themen Atommüll Benken & zu den anderen Atomanlagen am Hochrhein in der Schweiz. Hier können Sie sich eintragen



    Das Uralt - Kernkraftwerk Beznau,
    kurz KKB, strahlt auf dem Gebiet der Gemeinde Döttingen (Kanton Aargau, Schweiz) auf einer künstlichen Insel im Fluss Aare, nahe der Mündung in den Rhein. Es besteht aus zwei identischen Blöcken (Beznau 1 und 2), die mit Druckwasserreaktoren von Westinghouse mit je 365 MW elektrischer Leistung bestückt sind. Gekühlt wird mit dem Wasser der Aare die durch Tritium radioaktiv belastet wird. Eigentümer und Betreiber sind die Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK).

    AKW Beznau 1: Das erste und damit älteste Kernkraftwerk der Schweiz und der älteste Druckwasserreaktor der Welt
    Die NOK begann 1957 mit der Planung für ein Grosskraftwerk und entschied sich 1964 für die Gefahrenoption Kernenergie. Beznau 1 war das erste AKW der Schweiz und ist der älteste noch im Betrieb stehende Druckwasserreaktor der Welt. Die NOK begannen 1957 mit der Planung für ein Großkraftwerk und entschieden sich 1964 für die Option Atomkraft. 1969 nahm Beznau 1 nach vier Jahren Bauzeit den Betrieb auf. Nach einer Bauzeit von fünf Jahren ging 1972 der baugleiche Block Beznau 2 ans Netz. Das AKW Beznau zeigt mehr als deutlich die Probleme gefahrzeitverlängerter AKW. Dass ausgerechnet in der reichen Schweiz der gefährliche, älteste Druckwasserreaktor der Welt immer noch in Betrieb ist, zeigt die undemokratische Macht der Konzerne. Es zeigt aber auch, dass Habgier und Geiz vor Vernunft steht.

    Verlogenes Umweltzertifikat
    Seit 2001 ist im KKW Beznau ein so genanntes Umweltmanagementsystem in Kraft, das nach ISO 14001 zertifiziert und registriert ist. Es ist mehr als blamabel für die Zertifizierungsindustrie, dass ausgerechnet dieses gefährliche Uralt-AKW ein "Umweltzertifikat" erhalten hat. Doch in Sachen Greenwash und Propaganda sind die AKW-Betreiber Spitze. Info

    "Beznau-1 und Beznau-2 gehen 1969 bzw. 1971 in Betrieb. Beznau-1 ist damit das erste Kernkraftwerk der Schweiz. Doch dies tut der Sicherheit keinen Abbruch: Permanente Investitionen in die Sicherheitstechnik und laufende Modernisierungen sorgen dafür, dass beide Anlagen auf dem neuesten Sicherheitsstand sind." steht auf der Propagandaseite www.kernenergie.ch


    Doch das Hauptproblem des AKW Beznau
    ist die tatsächlich die Überalterung der Atomanlage, die Versprödung der Reaktordruckgefäße und die jetzt bekannt gewordenen "Einschlüße" im Reaktorstahl. Die Reaktordeckel der Druckbehälter sowie die Steuerstabantriebe wurden ausgewechselt. Die Investitionen beliefen sich auf rund 100 Millionen Franken. Das altersschwache AKW wurden aufgehübscht. Die maroden Reaktordruckgefäße allerdings lassen sich nicht austauschen.





    AKW / KKW Beznau: Ältestes oder „nur“ fünftältestes AKW der Welt? Die Taschenspielertricks der ENSI



    Die IAEA führte eine Liste
    über die kommerzielle Inbetriebnahme von Atomreaktoren. Über Jahrzehnte stand dort das Atomkraftwerk Beznau 1, mit dem Datum 1. September 1969, an der unrühmlichen Position am Ende der Liste.

    Dann kam die Volksinitiative zur Laufzeitbegrenzung der AKW auf 45 Jahre
    und da war der unschöne Titel „Ältestes AKW der Welt“ propagandistisch doch eher weniger schön. Also zeigte die so genannte Atomaufsichtsbehörde ENSI einmal wieder ihre Unabhängigkeit und Objektivität und ließ den Eintrag bei der IAEA einfach ändern und der Betrieb vor dem 9. Dezember wurde als Versuchsprogramm eingestuft... Jetzt gilt der 9. Dezember 1969 als offizieller Termin für die kommerzielle Inbetriebnahme.

    Damit war Beznau 1 „plötzlich und für die ENSI und die Atomlobby natürlich total überraschend“
    von der ersten an die fünfte Position gerutscht – und nicht mehr das «älteste Kernkraftwerk der Welt». Es ist peinlich aber typisch, wenn die neutrale Atom-Atomaufsichtsbehörde eine Volksabstimmung mit solchen Taschenspielertricks beeinflusst. Unabhängig aber vom unrühmlichen Platz 1 oder 5 in der AKW-Seniorenliste: Alte Atomkraftwerke sind besonders gefährlich, ihre Technik ist veraltet und der Reaktorkern durch den Neutronenbeschuss versprödet.

    Zu diesen Tricks und Greenwash-Methoden der Schweizer Atomlobby passt das verlogene ISO 14001 Umweltzertifikat für die Hochrisikoreaktoren in Beznau.

    Quellen:





    BUND-Befürchtungen bestätigt: Massive Sicherheitsprobleme im Schweizer AKW Beznau
    "Um das dienstälteste Atomkraftwerk der Welt steht es offenbar schlechter als bislang kommuniziert. In den Stahlwänden des Reaktordruckbehälters von Beznau 1 gibt es Metalleinschlüsse; dies bestätigen zwei voneinander unabhängige Quellen Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Die Rede ist von Löchern mit einem durchschnittlichen Durchmesser von einem halben Zentimeter, eingeschlossen innerhalb der Stahlwände. Im Lichte dieser neuen Informationen scheinen die Angaben, welche der Energiekonzer bislang gemacht hat, arg untertrieben."
    schreibt der Schweizer Tagesanzeiger am 07.10.2015.
    Mehr Infos zu den Reaktorstahlproblemen beim ältesten und neuesten AKW der Welt


    Atomunfälle und Reaktorkatastrophen im Atomkraftwerk Beznau: Die große Gefahr
    In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in Beznau mit 730 MW Leistung im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 730 Hiroshima-Bomben entsteht. Die atomare Katastrophe in Fukushima zeigt: "Die Freisetzung nur eines kleinen Teils dieser Radioaktivität hat verheerende Folgen für die betroffene Region. Große Landstriche müssten für lange Zeiträume evakuiert werden." Dies ist, nicht nur in einem Ballungsgebiet wie Tokio, eine menschliche und ökonomische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Alternde, laufzeitverlängerte AKW vergrößern die Unfallgefahr. PolitikerInnen, die vor diesen Gefahren die Augen verschließen, sind apokalypsenblind. Die Unfälle von Fukushima und Tschernobyl werden sich so kein zweites Mal wiederholen. Die nächste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, oder eben in Beznau wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Ereignisabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie verträgt keine Fehler, insbesondere nicht in einem altersschwachen AKW. Sie ist nicht menschengerecht. Dazu kommt die Gefahr durch jederzeit mögliche Terroranschläge.


    Der Super-GAU in Tschernobyl
    Der Super-GAU im AKW Tschernobyl geschah am 26. April 1986. Während eines Experiments geriet Block 4 des Atomkraftwerkes außer Kontrolle. Noch kurz vor dem Unfall war dieser russische Reaktortyp auch in westlichen Medien als „besonders sicher“ beschrieben worden. Die Hitze verbog Metall und Reaktorstäbe und der Kern konnte nicht mehr gekühlt werden. Es kam zur Explosion, durch die innerhalb des Reaktors 1500 Tonnen Graphit in Brand gerieten. Der Feuersturm riss radioaktive Materialien kilometerhoch in die Atmosphäre, wo sie von starken Winden erfasst wurden. Eine radioaktive Wolke verteilte den Fallout über weite Teile Europas. Millionen Menschen wurden einer starken Strahlenbelastung ausgesetzt. Es gab zehntausende Tote, obwohl Tschernobyl in einer dünn besiedelten Region liegt. Viele Menschen sind schwer erkrankt und die Zahl der Krebserkrankungen nimmt zu. Ein Gebiet, halb so groß wie die Bundesrepublik, wurde in der Ukraine, Weißrussland und Russland verseucht; 375 000 Bewohner mussten umgesiedelt werden.

    Die Katastrophe in Fukushima
    begann am 11. März 2011 mit dem Tōhoku-Erdbeben und lief gleichzeitig in vier von sechs Reaktorblöcken ab. In Block 1 bis 3 kam es zu Kernschmelzen. Große Mengen an radioaktivem Material entwichen und verseuchten Menschen, Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel. Ca. 100.000 bis 150.000 Einwohner mussten das Gebiet vorübergehend oder dauerhaft verlassen. Eine andere Wetterlage an den Katastrophentagen hätte die Evakuierung von vielen Millionen Menschen im Großraum Tokio notwendig gemacht. Das japanische "atomare Dorf", die undemokratische Verfilzung von Atomwirtschaft, Politik, Teilen der Medien und Verwaltung gab und gibt es auch in Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

    Über die Opferzahlen
    gibt es einen interessengeleiteten Streit. Die in der IAEO organisierte Atomlobby versucht die Unfallfolgen in Tschernobyl und Fukushima herunter zu spielen und zu verharmlosen. Wer neue Atomanlagen bauen will, muss Unfälle aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängen.


    Eine mit Atomunfällen durchaus vergleichbare Katastrophe für die Menschheit ist jedes neue Land, das mit Hilfe der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie zum Atomwaffenstaat wird.




    Uranabbau tötet
    Die letzten großen abbauwürdigen Uranvorkommen liegen in Australien, Russland, Nordamerika, Südafrika und im Kongogebiet. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an. Das beim Uranabbau verstärkt entweichende Radongas macht die Bergwerksarbeiter und AnwohnerInnen krank. Ein Beispiel ist der Uranabbau der "Wismut" in Ost-Deutschland: Auf Grund der hohen Strahlenbelastung in diesen Gebieten traten dort verstärkt Krebserkrankungen auf. Allein rund 7.000 Lungenkrebsfälle sind dokumentiert. Insgesamt gehen Schätzungen von mehr als 20.000 Opfern im deutschen Uranabbau aus. Die Sanierung der deutschen Urangruben der Wismut hat die SteuerzahlerInnen 6,5 Milliarden Euro gekostet. Die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in den Ländern der Dritten Welt sind verheerend.
    Und doch ist Uran endlich: Nach seriösen Schätzungen reichen die Uranvorräte nur noch wenige Jahrzehnte.
    Mehr Infos: Energiereserven und Uran

    Uran-Krieg in Mali?
    Im Krieg in Mali spielen auch Rohstoff- und Uran-Ressourcen eine große Rolle. Nicht mehr nur Öl (aber auch davon soll es in Mali große Vorkommen geben) steht dabei oft im Blickpunkt. In Mali und im benachbarten Niger gibt es große Uran-Vorkommen. Im Niger ist der französische Atomkonzern AREVA schon seit Jahrzehnten im Urangeschäft und betreibt dort im großen Stil den Uranabbau. Neue Uranminen sollen demnächst im Niger in Betrieb genommen werden. Bereits seit vielen Jahren gibt es um die Uranminen im Norden des Niger immer wieder auch militärische Auseinandersetzungen, gerade auch in der Gegend um Arlit, wo Uran oberirdisch abgebaut wird. Quelle: umweltfairaendern.de



    Radioaktivität im so genannten Normalbetrieb
    Der Krebskamin und das radioaktive Abwasser
    In der Propaganda der Atomkonzerne werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" bezeichnet. Doch Atomkraftwerke geben auch im so genannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Grenzwerte für erlaubte Radioaktivitätsabgabe des Atomkraftwerks Fessenheim zum Beispiel liegen bei 925 Milliarden Becquerel/Jahr für radioaktives Material und 74.000 Milliarden Becquerel/Jahr für Tritium (laut einer dpa-Meldung). Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser, ist ein Skandal. Bei Wikipedia heisst der Schornstein der AKW sehr häufig verharmlosend "Abluftkamin".


    Krebs, Kinderkrebs und das AKW Beznau

    Aus einer Studie, die das Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) im Dezember 2007 veröffentlichte, geht hervor, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zum Reaktorstandort deutlich zunimmt. Im Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren wurde für den Zeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs erkrankten, davon 37 Kinder an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebserkrankungen beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten. Es ist unerklärlich warum einige Politiker von CDU, CSU und FDP vor dieser Tatsache immer noch die Augen verschließen. Der Studie zufolge gibt es also zusätzlich 1,2 Krebs- oder 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten Akw-Standorten. Die Studie zeigt aber, dass auch im weiteren Radius um AKW die Kinderkrebshäufigkeit zunimmt. Der prozentuale Anteil sinkt zwar, dafür nimmt aber die Anzahl der kranken Kinder zu, denn dort wohnen und leben mehr Kinder als in direkter Nähe des AKW.

    Der Epidemiologe und Mitglied des Expertengremiums des Bundesamtes für Strahlenschutz Eberhard Greiser sagte dazu in einerm Interview der TAZ vom 18.12.07
    „Im 5-Kilometer-Kreis ist das Risiko um 60 bis 75 Prozent höher, in 5 bis 10 Kilometeren Entfernung um 20 bis 40 Prozent erhöht, weiter entfernt sinkt das Risiko bis auf sehr kleine Werte. Wenn Sie die Zahl der Bewohner nehmen, gibt es in der 50-Kilometer-Zone allerdings deutlich mehr betroffene Kinder“
    „Von allen Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren, die im 50-Kilometer-Umkreis von Kernkraftwerken leben, sind 8 bis 18 Prozent auf das Wohnen in der Nähe des Atomkraftwerkes zurückzuführen.“


    Wenn schon die Radioaktivitätsabgabe im so genannten "Normalbetrieb" Krebs erzeugt, dann wird deutlich, dass die jetzt entweichende Radioaktivität in Fukushima verheerende gesundheitliche Folgen haben wird.

    mehr Infos: Krebs, Kinderkrebs und Kernkraftwerk



    Die Gefährdung des AKW Beznau durch Terror & potentielle Anschläge
    wird in der politischen Debatte gerne verdrängt und ausgeblendet. Doch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie hat die Büchse der Pandora weit geöffnet. Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:
    • Aus spaltbarem Material (Plutonium-239, hochangereichertes Uran-235...) könnte ein nuklearer Sprengkörper einfachster Technologie gebaut werden
    • Verwendung einer (gestohlenen) Atombombe aus Beständen regulärer Armeen
    • Radioaktives Material kann mit Hilfe einer geeigneten technischen Vorrichtung in der Umwelt verbreitet werden, um eine radioaktive Verseuchung zu schaffen (Schmutzige Bombe)
    • Direkter Angriff auf ein Atomkraftwerk, einen Castortransport, eine Wiederaufarbeitungs-anlage oder sonstige Atomanlage

    Während die Punkte 1 und 2 technisch extrem aufwändig und sehr unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) sind, müssen die letzten beiden Punkte als konkrete Bedrohungen angesehen werden. Ein Anschlag mit "modernen" panzerbrechenden Waffen auf das AKW hätte verheerende Auswirkungen. Panzer- und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus. Solange das AKW Beznau nicht abgestellt ist, gehört es zumindest besser gesichert als bisher.
    Mehr Infos - Atomterrorismus

    Flugzeugabsturz und das AKW Beznau
    Eine geheimgehaltene Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terror-Anfälligkeit von Atomkraftwerken wurde vom Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht.
    Wir zitieren:
    Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU auszulösen. Wenn nur ein Triebwerk eine Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich". Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken. Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war - rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken".


    Auch Beznau ist ein schlecht geschütztes Kernkraftwerk. Es kann nicht angehen, angesichts dieser Gefahren den Kopf in den Sand zu stecken. Nicht einmal die "nächste" Atomkraftwerksgeneration, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR), könnte einen gezielten Anschlag überstehen. Nach einem Anschlag mit modernen Waffen oder einem Flugzeug auf das Atomkraftwerk würde das weite Umland aufhören, in der bisherigen Form zu existieren.

    Wie groß die Terrorgefährdung der deutschen Atomkraftwerke ist, belegen interne Dokumente, die der taz seit Juni 2009 vorliegen: "Eine Untersuchung der Internationalen Länderkommission Kerntechnik aus dem Jahr 2002 kommt zu dem Ergebnis, dass nur 3 der damals 19 Atomkraftwerke einem Flugzeugangriff standhalten würden. "Bei allen anderen Kernkraftwerken ist bei einem Aufprall auf das Reaktorgebäude mit schweren bis katastrophalen Freisetzungen radioaktiver Stoffe zu rechnen." Eine Nachrüstung sei technisch und wirtschaftlich nicht machbar."

    Mehr Infos Flugzeugabsturz Terrorgefahr und AKW

    Folgen möglicher Atomunfälle dargestellt am Beispiel des AKW Fessenheim und übertragbar auch auf das AKW Beznau
    (aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen)
    Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF-/EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: „Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall.“ (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.) Fast drei Jahrzehnte nach dem Atomunfall in Tschernobyl und Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima liegt der Evakuierungsradius für viele AKW laut Katastrophenschutzplan immer noch bei lächerlichen 8 Kilometern. Die großflächigen radioaktiven Verseuchungen und die Notwendigkeit weitreichender Evakuierungen bei diesen Atomunfällen haben jahrzehntelang nicht zu einer Anpassung des Menschenschutzes an die Realität großer Atomunfälle geführt.
    Solange wir noch von Atomanlagen bedroht werden, darf der Druck auf die Behörden nicht nachlassen, damit aus Kataströphchenschutz endlich Katastrophenschutz wird.
    Infos:


    Katastrophenschutz statt Kataströpchenschutz


    Folgen eines schweren Unfalls oder eines Terroranschlages
    auf das AKW Beznau für Sie:
    Nehmen Sie einen Zirkel und ziehen Sie einen Kreis von ca. 300 Kilometer um das AKW Beznau. Wenn Sie in diesem Kreis wohnen und es zu einem schweren Unfall oder Terroranschlag kommt, zu einer Katastrophe die unwahrscheinlich ist und die dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven "Inventars" des AKW austritt und der Wind in Richtung Ihres Wohnortes weht, dann werden Sie diese Ihre Heimat, mit allem was Sie in Jahrzehnten mühevoll aufgebaut haben, schnell und endgültig verlassen müssen und froh sein, einfach nur zu überleben.

    4000 Milliarden Franken
    kann ein schwerer Atomunfall mit radioaktiver Verseuchung in einem Schweizer AKW kosten. Diese Zahl stammt nicht von AKW-Gegnern, sondern vom Bundesamt für Zivilschutz. Diese Zahl stand schön häufiger in den Medien. Das Problem: Niemand kann sich eine solche Zahl “4 000 000 000 000 Franken” vorstellen. Ein schwerer Atomunfall oder ein Terroranschlag auf ein altes oder neues AKW, bedeutet schlicht das Ende der Schweiz, so wie wir sie bisher kannten.



    SVP, Atomparteien, das "atomare Dorf" und der Atomfilz in der Schweiz


    Unverständlich ist die Haltung der "Bürgerlichen" und "Konservativen" in der Schweiz.
    Es ist nicht erklärbar, warum insbesondere die so genannten Bürgerlichen und Konservativen in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreiben wollen und so die Existenz des eigenen Landes und seiner Menschen unverantwortlich auf´s Spiel setzen. Mit zunehmendem AKW-Alter wächst auch die Gefahr schwerer, katastrophaler atomarer Unfälle. Bei einem schweren Atomunfall in Deutschland würden sich, ähnlich wie in Japan, zumindest noch Gebiete finden, wohin die Menschen evakuiert werden könnten.

    Bei einem Atomunfall in einem kleinen Land wie der Schweiz kämen als Fluchtorte, je nach Schwere des Unfalls und je nach Windrichtung am Katastrophentag, nur die ebenfalls betroffenen Nachbarländer in Frage. Haben sich diese Bürgerlichen und Konservativen schon einmal überlegt in welchem der Nachbarländer sie Asyl beantragen würden?


    Die "konservativen" Atom-Parteien der Schweiz stehen nicht für den Schutz der Heimat.
    Sie sind, ähnlich wie die japanischen und französischen Konservativen Teil des "atomaren Dorfes", eines undemokratischen Netzwerks von Abhängigkeiten und Verfilzungen von Politik, Medien und staatlichen Kontrollorganen mit der Atomindustrie. Die große Atompartei der Schweiz ist trotz Fukushima und Tschernobyl immer noch die rechtspopulistische SVP, (Schweizerische Volkspartei).

    In der direkten Demokratie der Schweiz braucht es die "beste und teuerste" Atompropaganda


    Burson Marsteller: Eine der "besten" Propagandaorganisationen der Welt organisiert die Schweizer AKW-Werbung
    "Es gibt keine menschengemachte Klimaveränderung und wegen dieser drohenden Klimakatstrophe brauchen wir dringend mehr Atomkraftwerke“ lauten die recht widersprüchlichen Werbebotschaften von Burson Marsteller, einer der weltgrößten PR Agenturen, die jetzt auch für das Schweizer Nuklearforum arbeitet.

    "Seit 2006 führt das PR-Büro Burson-Marsteller in Bern die Geschäftsstelle des Nuklearforums Schweiz. Im letzten Jahr hatte Burson-Marsteller für die PR im Dienste der Schweizer Atomlobby insgesamt 3,6 Millionen Franken zur Verfügung. Davon stammen 3,2 Millionen aus den Beiträgen der Mitglieder, welche hauptsächlich aus der Strom- und Atombranche stammen. Allen voran die grossen Stromkonzerne Axpo, Alpiq und BKW. Burson-Marsteller hat in 98 Ländern auf allen Kontinenten Vertretungen und gehört zu den einflussreichsten und umstrittensten PR-Agenturen der Welt. Letztmals in die Schlagzeilen geriet Burson-Marsteller in Deutschland, als die PR-Agentur im Auftrag der Lufthansa die Initiative «Ja zu FRA» für den Ausbau des Flughafens Frankfurt inszenierte. Oder im letzten Jahr als Burson-Marsteller im Auftrag von Facebook den Konkurrenten Google anschwärzte. Zu den früheren Kunden von Burson-Marteller gehörten der rumänische Diktator Ceausescu, die argentinische Militär-Junta, Chiles Diktator Pinochet, der Gentech-Konzern Monsanto und der Chemiekonzern Union Carbide, in dessen indischem Werk in Bhopal 1984 nach einem Unfall mehrere Tausend Menschen starben. In den 90-er Jahren gründete das PR-Unternehmen im Auftrag der Erdöl-Konzerne Exxon, Texaco und Chevron die «Global Climate Coalition», welche die Gefahren der Klimaerwärmung herunterspielte. Heute preist Burson-Marsteller im Auftrag der Atomlobby den Klimaschutz als Trumpfkarte an." schreibt der Infosperber Mehr Infos: Burson Marsteller

    Wie gefährlich ist Atommüll?
    In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heißt, im AKW Beznau entsteht jährlich ca. die Radioaktivität von ca. 730 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Stoffe ("Isotope") zerfallen in wenigen Jahren (z.B. das klimaschädliche Krypton-85: 10,76 Jahre Halbwertzeit). Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten (z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre). Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten, über mindestens eine Million Jahre(!) geben - über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, sich die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll vorzustellen.

    Mehr Informationen


    Atommüll, Plutonium, Halbwertszeit und der Pharao
    Beim Betrieb eines AKW mit 1000 MW Leistung entstehen pro Jahr ca. 200 - 250 kg hochgefährliches Plutonium. Wenn der bekannte ägyptische Pharao Cheops vor 4550 Jahren nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern ein AKW 4 Jahre lang betrieben hätte, dann wären neben vielen anderen Abfällen ca. 1000 kg Plutonium zusammengekommen. Bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren (Plutonium 239) wären heute noch 877 kg vorhanden. Nach 10 Halbwertszeiten, also nach 241 100 Jahren müssten immer noch ca. 0,1% der Ausgangsmenge, also 1 kg Plutonium dauerhaft sicher gelagert werden. Wir bräuchten Atommülllager die eine Million Jahre Sicherheit gewährleisten...

    Mehr Infos - Atommüll

    Atomkraftwerk + Atomwaffen = Atomkraftwaffen
    Die größte Gefahr für die Welt sind nicht die Atomkraftwerke, sondern die Atomkraftwaffen. Die weltweite Verbreitung von Atombomben durch den Bau von Atomkraftwerken, Urananreicherungsanlagen und dem Schwarzmarkt für Plutonium gefährdet alles Leben auf der Erde. Wieso haben Länder wie Pakistan und Nordkorea Atomwaffen? Weil sie mit Hilfe der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" Mittel und Wege gefunden haben, Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und neue AKW (auch der neue Siemens Euroreaktor EPR) vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden. Deutlich wird diese Gefahr auch beim Streit um das iranische bzw. nordkoreanische Atomprogramm und die iranische bzw. nordkoreanische Atombombe. Doch der erhobene Zeigefinger in Richtung Nordkorea und Iran gilt nicht, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und Urananreicherungsanlagen stehen.

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    Woher kommt die Anmaßung der Atomstaaten,
    anderen Ländern das verbieten zu wollen, was sie selber haben? Wie der Kolonialismus lässt sich eine weltweite atomare Zweiklassengesellschaft auf Dauer nicht aufrechterhalten. Wer im eigenen Land Atomkraftwerke betreibt und länger laufen lässt liefert dem Rest der Welt gute Gründe, neue Atomkraftwerke und Atomwaffen zu bauen, fördert die Proliferation und gefährdet so diesen Planeten und alles Leben. Deshalb fordert der BUND auch den schnellen, nationalen und internationalen Ausstieg aus der Gefahrtechnologie Atomenergie.
    Mehr Infos - AKW, Atombombe, Atomwaffen, Atomkraftwaffen


    Atomkraft und die Klimakatastrophe
    „Atomkraftwerke schützen das Klima“. Damit werben die Atomkonzerne EnBW, E.ON, Vattenfall, RWE auch nach Fukushima für den scheinbar CO2-freien Atom-Kraftwerkspark und für die weiterhin laufenden AKW. Diese geschickte Werbebotschaft der AKW-Betreiber soll Akzeptanz für weiterhin im Betrieb befindliche AKW schaffen.

    Klimaschutz und AKW: Mythos und Realität
    Der Beitrag der Atomenergie zur weltweiten Energieversorgung liegt bei lediglich 2% während der Beitrag der erneuerbaren Energien schon 18% beträgt. Mit einer „2%-Technik“ ist das das Klimaproblem nicht zu lösen. Selbst der Neubau von Atomkraftwerke könnte diesem geringen Anteil kaum ändern. Eine Vervierfachung der Atomkraftwerkskapazität bis 2050 könnte nur 6% zur angestrebten Halbierung der CO2-Emissionen beitragen (Szenario der Internationalen Energie Agentur, Juni 2008).
    Mehr Infos - Atomkraft, Atomkraftwerk, AKW, Klima und Klimaschutz.

    Es gibt in der Atom-Propaganda zwischenzeitlich ein neues Grundprinzip:
    "Lob dich nicht selber - Lass dich von anderen loben". Wenn McDonalds sagt, McDonalds-Hamburger seien die besten, wenn Öl- und Kohlekonzerne den Klimawandel leugnen, wenn die Tabakindustrie das Krebsrisiko herunter spielt, wenn Monsanto die Gentechnik lobt und Atomkonzerne die sichere Kernenergie preisen, dann ist das weniger glaubwürdig als wenn "neutrale Dritte" die Werbung übernehmen und die Konzernmeinung geschickt verkaufen. Immer wieder haben aus diesem Grund Tabak-, Atom- und Genkonzerne WissenschaftlerInnen gekauft und "ehemalige UmweltschützerInnen" sind noch "glaubwürdiger" als Professoren. Info Auch bösartige Ökologismus Kampagnen gehören zu den neuen Durchsetzungsstrategien.

    Energiekrise und das Uran
    Die weltweiten Energievorräte und das Uran nur noch für wenige Jahrzehnte

    Langfristig steuert die Erde auf eine gigantische Energiekrise mit massiven ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu, wenn der Umstieg auf nachhaltige, regenerative Energien nicht beschleunigt wird. Die Übernahme unseres westlichen Verschwendungs- und Raubbaumodells durch Indien und China beschleunigt die kommende Energiekrise. Der von den Werbeabteilungen der Atomkonzerne ins Gespräch gebrachte Heilsbringer Uran wird ähnlich schnell aufgebraucht sein wie Erdöl und Erdgas.

    Die Fachzeitschrift Politische Ökologie schreibt:
    Bei den Steigerungsraten des Verbrauchs, welche die Internationale Energieagentur des OECD (International Energy Agency, IEA) berechnete, ergibt sich:

    • ein Ende des Erdöls um 2035,
    • von Erdgas vermutlich vor 2040,
    • Kohle reicht bis maximal 2100. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass sie die anderen Energieträger ersetzen muss und gleichzeitig zu einem gesteigerten CO2-Ausstoß führt.
    • Uran reicht bei der heutigen Förderung nur bis 2040.

    Am Ende der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise werden die Energiepreise massiv steigen.

    Fortschritt wohin?
    Nur ein rascher Umbau unserer weltweiten Raubauwirtschaft auf Nachhaltigkeit und die Nutzung regenerativer Energien können die drohende Energiekrise verhindern. Gut leben statt viel haben lautet die Überlebensformel für die Zukunft.
    Mehr Infos - Weltweite Energievorräte/ Energiereserven/ Energieressourcen

    Sonne, Windenergie & Wasserkraft: Energiealternativen kostengünstiger als das britischen AKW Hinkley Point
    Erneuerbare besiegen Atom
    Der Erfolg der Erneuerbaren Energien ist nicht mehr aufzuhalten. Das Fraunhofer-Institut ISE meldete im Mai 2018, dass in den ersten vier Monaten des Jahres 2018 in Deutschland 40,8% des Stroms erneuerbar erzeugt wurden. Seit dem Jahr 2.000 wurde global die Solarenergie verhundertfacht und die Windenergie vervierzehnfacht. Schon heute sind erneuerbare Energien in über 60 Ländern die preiswerteste Stromquelle.

    Das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point soll eine skandalöse Vergütung von bis zu elf Cent pro Kilowattstunde, erhalten – und dies für 35 Jahre garantiert mit zusätzlichem Inflationsausgleich. Ansonsten könnte es nicht rentabel betrieben werden. Das wird ein riskanter, teurer Spaß für die Energiekunden in England.
    Im sonnigen Wüstenemirat Dubai dagegen ist im Jahr 2015 ein langfristiger Solarstromvertrag für fünf Cent pro Kilowattstunde abgeschlossen worden. Auch in Deutschland können große Solarkraftwerke bereits Strom für weniger als neun Cent pro Kilowattstunde liefern – also preiswerter als aus dem britischen AKW Hinkley Point.
    Kein Wunder, dass die Energiewende in Deutschland von den alten Atom-und Kohlekonzernen und ihren Seilschaften in der Politik so massiv und verzweifelt bekämpft wird.

    Es ist unerklärlich, warum immer noch Menschen ihren Gefahrstrom von den Atomkonzernen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW beziehen. Diese werben zwar aktuell nicht mehr "direkt" für AKW. Sie führen mit ihren Tarnorganisationen (industrienahen Bürgerinitiativen und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) aber einen aktiven und doch verdeckten Krieg gegen die Energiewende in BürgerInnenhand.



    Im BUND-Laden gibt´s den "100 % Erneuerbare Energie" Aufkleber...



    Wikipedia-Manipulation durch die Atomlobby & PR-Agenturen: Das AKW Beznau
    Heftig und erfolgreich sind die gut organisierten Einflussversuche der Atomlobby auf viele deutsche und schweizer Wikipedia - Seiten und auf die Seite zum AKW Beznau . Häufig gibt es keinerlei Infos zur Abgabe von Radioaktivität im "Normalbetrieb", zu Krebrisiken oder zur Unfallgefahr und manchmal sogar orwellsches Neusprech wenn beispielsweise aus dem Schornstein zur Abgabe von Radioaktivität der "Abluftkamin" wird.

    Der größte aktuelle Erfolg der Atomlobby bei Wikipedia sind die einseitig-verharmlosenden Infos zu den Opferzahlen der Tschernobyl-Katastrophe.


    Nach Recherchen des ARD-Magazins Monitor hat die Unterwanderung von Wikipedia durch PR-Agenturen eine Dimension erreicht, die sie "zum Problem für die Demokratie" macht.
    "Es geht hier nicht um eine generelle Kritik an Wikipedia, das zu den genialsten und wichtigsten demokratischen Projekten unserer Zeit zählt, dessen offene Strukturen aber auch stets gefährdet sind, wenn es um Geld und Macht geht. Im Kampf um Meinungsvielfalt bei Wiki versagt die Umweltbewegung." sagt BUND-Geschäftsführer Axel Mayer.


    Mischt Euch ein! Tragt kritische wissenschaftliche Studien in die Wikipedia Atomseiten.

    Mehr Infos: Einfluss der Atomlobby auf Wikipedia

    Die bezahlten PR-Profis der Atomindustrie manipulieren auch Internetforen, soziale Netzwerke, Internetabstimmung und Leserbriefseiten.







    AKW Beznau


    Wenn Sie diese Atom-Infos lesen, sich heftig über die Atomkonzerne und die Atomparteien ärgern, "die Faust im Sack ballen", nachts mit den Zähnen knirschen, aber ansonsten nichts tun, dann nützt das recht wenig.

    • Engagieren Sie sich! Für die Stilllegung der Atomkraftwerke und gegen die geplanten neuen AKW.
    • Leben Sie energischer. Werden Sie aktiv beim BUND in Deutschland, beim Atomschutzverband TRAS, Schweiz oder bei den Bürgerinitiativen und der Anti-Atom-Bewegung vor Ort.
    • Wichtig: Wenn Sie eine Homepage haben, dann legen Sie doch bitte einen Link zu dieser Seite
    • Wenn Ihr Energieversorgungsunternehmen Sie mit Atomanlagen bedroht, dann lassen Sie sich das nicht gefallen. Wechseln Sie zu einem "echten" Ökostromanbieter, wie z. B. dem BUND Regionalstrom von den EWS Schönau
    • Bringen Sie das Atomthema zur Sprache: Bei der Arbeit, im Verein, dort wo Sie leben, arbeiten und aktiv sind.
    • Lassen Sie sich nicht gegen Ihre europäischen Nachbarn ausspielen. Die Atomlobby arbeitet grenzüberschreitend. Wir Umweltschützer auch.
    • Setzen Sie sich ein, für Mensch, Natur, Umwelt und für eine nachhaltige, erdverträgliche Entwicklung.
    • Engagieren Sie sich für die Demokratie. Die Dauerregierungsmitglieder der Energiekonzerne verstärken ihren Einfluß auf Politik und Medien und gefährden die Demokratie... Gekaufte Demokratie?
    • Bekennen Sie sich zu Ihrem Engagement. Mit einem Leserbrief, einem Aufkleber im Fenster, am Rad, an der Mülltonne, am Auto oder mit einem Plakat am Hoftor (Materialien gibt's beim BUND: Onlineshop ).
    • Ein neuer Ansatz Atomgefahren abzuwehren wird hier aufgezeigt: Die No-Logo Kampagne
    • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende Werden Sie aktiv beim BUND in Deutschland, oder beim Atomschutzverband TRAS, Schweiz . Flugblätter und Infoarbeit kosten Geld.
      Sparen Sie Energie und gehen Sie mit uns den Weg ins Solarzeitalter.
    • Überlassen Sie Wikipedia nicht der Atomlobby! Es gibt einige Indizien, die darauf hinweisen, dass gerade in der Schweiz viele Wikipedia Seiten zu den Themen AKW, KKW, Atomenergie und Klimaschutz, von der Atomindustrie massiv manipuliert werden.
    • Elektrisches Heizen ist umweltfeindlich. Die Energiekonzerne werben massiv für diese Form der Energieverschwendung
    • Schreiben Sie mal wieder einen Leserbrief

    Axel Mayer








    PROBLEME BEIM AKW BEZNAU
    Mängelliste


    Das AKW Beznau im Vergleich mit den Sicherheitsanforderungen entsprechend dem Stand von Wissenschaft und Technik auf Basis einer Untersuchung von Dipl.-Ing. Dieter Majer 2014, ergänzt und aktualisiert im März 2016. Quelle

    GRUNDSATZ
    Wie jede technische Anlage sind auch AKW von Verschleiß und Alterung von Materialien und Anlagen betroffen. Die Alterungsprozesse werden durch die Neutronenstrahlung, die vom Reaktor ausgeht, noch verstärkt. Dies führt dazu, dass insbesondere der Reaktordruckbehälter versprödet und somit an Festigkeit verliert. Je älter das AKW wird, umso häufiger treten Schäden aufgrund von Alterung auf.
    Besonders problematisch ist die Alterung für Bauteile, die nicht ersetzt werden können. Theoretisch können zwar sämtliche Bauteile eines AKW ersetzt werden, praktisch und wirtschaftlich ist dies jedoch nicht denkbar. Das Containment oder der Reaktordruckbehälter gelten als nicht auswechselbar.

    EINWIRKUNGEN VON AUSSEN
    Erdbeben
    Der Nachweis, dass die Anlage den aktuellen Erkenntnissen bei der Erdbebengefährdung genügt, ist seit 22 Jahren ausstehend. Im Gegenteil: Beim letzten Nachweis 2012 zeigte sich, dass bei einem schweren Erdbeben 78-mal mehr radioaktive Strahlung austreten würde, als erlaubt.

    Externe Überflutung
    Die Hochwasserauslegung ist nicht nach heutigem Stand von Wissenschaft und Technik nachgewiesen. Diverse wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Überflutungsrisiken in der Schweiz bisher weit unterschätzt wurden. Eine Studie zum Thema ist seit 2013 hängig.

    Flugzeugabsturz
    Aufgrund der geringen Stärke von Primärcontainment und Reaktorgebäude besteht kein ausreichender Schutz gegen große Zivilflugzeuge (z.B. B747, A380).

    Unzureichende Sicherheit des Brennelementlagerbeckens
    Die Systeme zur Brennelementlagerbeckenkühlung sind gegen keinerlei Erdbeben- und Überflutungsgefahr und oder andere Einwirkungen von außen wie Flugzeugabstürze oder terroristische Anschläge geschützt. Bei Ausfall der betrieblichen Beckenkühlung stehen keine Sicherheitssysteme zur Beckenkühlung zur Verfügung.

    ALTERSERSCHEINUNGEN UND HERSTELLUNGSMÄNGEL
    Korrosionserscheinungen am Containment
    In der Vergangenheit wurden zum Teil erhebliche Korrosionen an wichtigen Teilen des Containments festgestellt. Eine typische Alterserscheinung, die nur zum Teil durch Überwachungsmaßnahmen rechtzeitig festgestellt werden können. Im Anforderungsfall könnten solche Korrosionen Ursache für das Versagen des Containments sein. Die Rückhaltefunktion von radioaktiven Stoffen und der Verlust von Kühlwasser wären die Folge.

    Anomalien im Reaktordruckbehälter
    Im Sommer 2012 sind in den belgischen Kernkraftwerken Doel-3 und Tihange-2 zahlreiche Einschlüsse im Grundmaterial der geschmiedeten Reaktordruckbehälter (RDB) festgestellt worden. Der daraufhin untersuchte RDB von Beznau I zeigte ebenfalls gegen 1000 nicht-metallische Einschlüsse, die bei der Herstellung entstanden sein sollen. Untersuchungen des Öko-Instituts zeigten, dass diese die Materialeigenschaften negativ beeinträchtigen könnten. In jedem Fall sind die Einschlüsse ungewollt und deren Auswirkungen auf die Langzeitbeständigkeit des Materials unter radioaktiver Bestrahlung können höchstens näherungsweise abgeschätzt werden.

    VERALTETES KONZEPT UND FEHLENDE REDUNDANZEN
    30-Minuten-Konzept
    Nicht für alle zu unterstellenden Auslegungsstörfälle kann das 30-Minuten-Konzept nachgewiesen werden. Das 30-Minuten-Konzept verlangt nach neuestem Stand von Wissenschaft und Technik, dass die Aktivierung von Sicherheitseinrichtungen automatisch so ausgeführt wird, dass Handmaßnahmen durch die Operateure frühestens bzw. erst 30 Minuten nach Eintritt eines Auslegungsstörfalles erforderlich werden, um eine Kernschmelze zu vermeiden.

    Notstromversorgung
    Die Zuverlässigkeit der Notstromdiesel erfüllt nicht die kompletten die Anforderungen an Sicherheitssysteme gemäß Stand von Wissenschaft und Technik. So sind die vier Stränge der Notstromversorgung nicht konsequent getrennt (entmascht) und baulich bzw. räumlich getrennt, um eine gegenseitige negative Beeinträchtigung zu vermeiden.

    Sicherheitsleittechnik
    Die mehrfach ausgeführten Leitungen und Kabel sind bautechnisch nicht gemäß Stand von Wissenschaft und Technik getrennt in verschiedenen Brandabschnitten untergebracht.

    Not- und Nachkühlstränge
    Im AKW Beznau ist die räumliche Trennung der Redundanzen der Not- und Nachkühlstränge nicht konsequent durchgeführt. So ist z.B. das sogenannte Nebenkühlwassersystem als Teil der Not- und Nachkühlstränge nicht durchgehend räumlich getrennt.

    Stromversorgung
    Bei Berücksichtigung des Hydrowerkes Beznau sind nur zwei Netzanbindungen vorhanden. Nach dem Stand von Wissenschaft und Technik wären mindestens drei unabhängige Netzanbindungen an das öffentliche Stromnetz notwendig.

    Anzahl der Loops
    Das AKW Beznau hat nur zwei Hauptkühlmittelschleifen (Loops). Nach Stand von Wissenschaft und Technik benötigt ein moderner Druckwasserreaktor deren vier. Dies hat negative Auswirkungen auf die Konzeption der Sicherheitssysteme (z. B. auf die Einspeisung der Notkühlstränge).

    Anzahl der Druckspeicher
    Das AKW Beznau besitzt pro Block nur zwei Druckspeicher anstatt den nach dem Stand von Wissenschaft und Technik für moderne Druckwasserreaktoren geforderten acht. Dadurch ist die Zuverlässigkeit der Notkühlung mit den Druckspeichern in der Anfangsphase eines Störfalles geringer. Das Gesamtvolumen an Kühlwasser ist entsprechend niedrig. Da für den Kühlbetrieb im späteren Verlauf eines Störfalles die Wasservorräte auch in den Druckspeichern von entscheidender Bedeutung sein können, ist das geringere Wasservolumen negativ zu bewerten. Im Falle eines Kühlmittelverluststörfalles mit einem Leck nach außerhalb des Containments wirkt sich dieser Mangel besonders gravierend aus.

    Anzahl der Flutbehälter
    Das AKW Beznau besitzt pro Block jeweils nur einen Borwasser-Vorratstank (BOTA) mit relativ geringem Wasservolumen. Im Anforderungsfall ist dieser Vorratstank (Flutbehälter) relativ schnell leer. Für die Notkühlung steht dann entsprechend weniger Wasser aus dem Sumpf zur Verfügung. Die Gefahr einer Kernschmelze ist dadurch erheblich grösser. Im Falle eines Kühlmittelverluststörfalles mit einem Leck nach außerhalb des Containments wirkt sich dieser Mangel besonders gravierend aus. Hinzu kommt, dass der BOTA pro Block nur einmal vorhanden ist, so dass ein zu unterstellender Einzelfehler diese Gefahr noch verstärkt. Nach dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik wären für die Druckwasserreaktoren vier Doppelflutbehälter mit entsprechendem Wasservolumen erforderlich.

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    <a href="http://www.mitwelt.com/ensi-eidgenoessisches-nuklearsicherheitsinspektora.html">ENSI Kritik 6/2018!: Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat "kontrolliert" Beznau, Leibstadt, Gösgen, Mühleberg & NAGRA</a>

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    Dieser Artikel wurde 1898 mal gelesen und am 12.6.2018 zuletzt geändert.