21.06.2005
Aktualisiert:

Benzinpreis, Ölpreis & Energie
Der Ölpreis ist nach dem krisenbedingten Einbruch auf dem Höhenflug
Der Benzinpreis
In Hamburg kletterte der Preis im Februar 2011 massiv. Für einen Liter Super mussten bereits 1,56 Euro bezahlt werden, der Liter Diesel kostete 1,44 Euro. Ursache dieser Preisentwicklung ist nicht nur die Libyenkrise sondern auch die Habgier der großen Ölkonzerne und Spekulanten und eine weltweite neoliberale Politik, die diese Habgier nicht stoppt sondern fördert. Langfristig aber sind Preis von bis zu 5 Euro für den Liter absehbar.
100-Dollar-Grenze für ein Barrel Erdöl überschritten
Schon am 2. Januar 2008 erreichte der Preis für ein Barrel Erdöl spekulationsbedingt erstmals die 100-Dollar-Grenze. Der Erdölhändler Richard Arens hatte für 100’000 Dollar 1000 Barrel gekauft. Arens tat es offenbar, um in die Geschichte einzugehen, damit er einst "seinen Enkeln erzählen kann, er sei der Erste gewesen, der soviel zahlte", wie die Medien berichteten. Ende Januar 2008 fiel der Preis wieder unter 90 Dollar. Doch Ende Februar ging er wieder über die 100-Dollar Grenze, das 100-Dollar-Ereignis war also nichts Einmaliges. Plötzlich war es für AnalystInnen vorstellbar, dass das Barrel bald 150 oder 200 Dollar kosten könnte.
Langfristig wird das knapper werdende Öl die Preise explodieren lassen
Die Fachzeitschrift Politische Ökologie schreibt:
"Bei den Steigerungsraten des Verbrauchs, welche die Internationale Agentur des OECD (International Energy Agency, IEA) berechnete, ergibt sich:
- ein Ende des Erdöls um 2035,
- von Erdgas vermutlich vor 2040,
- Kohle reicht bis maximal 2100. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass sie die anderen Energieträger ersetzen muss und gleichzeitig zu einem gesteigerten CO2- Ausstoß führt.
- Uran reicht bei der heutigen Förderung nur bis 2040.
- Schon 2010 produzieren die OPEC des Nahen Ostens 50 Prozent des Öls. Das verschafft diesen, teilweise politisch instabilen Ländern eine bedeutende Machtposition - nicht nur über die Preise. Ähnlich sieht es beim Erdgas aus, das Deutschland im Jahr 2010 vermutlich zu 90 Prozent aus Russland importieren wird." Zitatende
Quelle: Zeitschrift "Politische Ökologie
Ein plötzliches, abruptes Ende der Förderung von Gas, Öl, Uran und Kohle
ist dennoch nicht zu erwarten, eher ein langsames Auslaufen, begleitet von einer massiven Preiserhöhung und damit verbundenen sozialen Verwerfungen. Doch das unlösbare Grundproblem der nicht regenerativen Energiequellen wie Uran, Gas, Öl und Kohle sind die Probleme eines unbegrenzten, globalen Wachstums und der damit verbunden ständig steigenden Nachfrage nach Energie.
Das weltweit knapper werdende Öl
löst beim abhängigen Patienten Mensch klassische Suchtsymptome aus. Statt Energie zu sparen und Alternativen zu fördern rufen wachstumsgläubige Politiker nach einer intensiveren Ölförderung und nach der noch härteren Energiedroge Atomenergie obwohl Uran ebenfalls nur noch wenige Jahrzehnte reichen wird. Jetzt, nach dem vorläufigen Ende der Finanz- und Wirtschaftkskrise steigen die Öl- Diesel- und Benzinpreise wieder massiv.
Wir haben,
so war in der "Financial Times" zu lesen, die erste Hälfte unseres Öls, nämlich 1000 Milliarden Barrel, in 130 Jahren verbraucht, für die zweite Hälfte, die zweiten tausend Milliarden Barrel, werden wir nur dreißig Jahre brauchen. Öl, Gas und Uran sind endlich und die Vorräte in Kürze erschöpft.
Elektroautos sind (noch) keine Alternative
Mit dem derzeitigen Energiemix, den heute vorhandenen PKW-Batteriesystemen und den überschweren Autos sind die Elektroautos (noch) nicht zukunftsfähig und keine Alternative.
Was im Mittelalter Brotaufstände
waren, könnten in wenigen Jahren Benzinaufstände sein und die Armen werden im Winter frieren. Wenn wir nicht schnell auf alternative Energien und Energiesparen setzen und die globale Raubbauwirtschaft beenden, sind massive soziale Verwerfungen und Krisen absehbar.
Axel Mayer, BUND Geschäftsführer
hier mehr Infos: globale Energiereserven, Ölpreis und Alternativen zu Öl, Uran und Gas

Ölpreis, Benzinpreis, Energie & Energieverschwendung
Der Ölpreis war vor der Krise auf einem Höhenflug
und langfristig wird der Preis auch wieder massiv steigen.
Nach zwei Preisrunden mussten die Autofahrer Ende November 2007 im bundesweiten Durchschnitt 1,33 Euro für einen Liter Dieselkraftstoff bezahlen. Superbenzin verteuerte sich auf 1,46 Euro je Liter und ist teurer als während des Hurrikans „Katrina“ im Spätsommer 2005.
100-Dollar-Grenze für ein Barrel Erdöl überschritten
Am 2. Januar 2008 erreichte der Preis für ein Barrel Erdöl erstmals die 100-Dollar-Grenze. Der Erdölhändler Richard Arens hatte für 100’000 Dollar 1000 Barrel gekauft. Arens tat es offenbar, um in die Geschichte einzugehen, damit er einst "seinen Enkeln erzählen kann, er sei der Erste gewesen, der soviel zahlte", wie die Medien berichteten. Ende Januar 2008 fiel der Preis wieder unter 90 Dollar. Doch Ende Februar ging er wieder über die 100-Dollar Grenze, das 100-Dollar-Ereignis war also nichts Einmaliges. Plötzlich ist es für AnalystInnen vorstellbar, dass das Barrel bald 150 oder 200 Dollar kosten könnte.
Der Der Benzinpreis
erreichte 2008 auch in Südbaden mit Preisen von bis zu 1,48 Euro/Liter Superbenzin seinen bisherigen Höchststand. Das weltweit knapper werdende Öl löst beim abhängigen Patienten Mensch klassische Suchtsymptome aus. Statt Energie zu sparen und Alternativen zu fördern rufen wachstumsgläubige Politiker nach einer intensiveren Ölförderung und nach der noch härteren Energiedroge Atomenergie.
Lesen Sie hier mehr:
hier: BUND Informationen - Öl, Ölpreis, Gas und Uran und die weltweiten Energievorräte
Nachtrag
Peak Oil im Rück- und Ausblick
Quelle: Schweizerische Energie-Stiftung SES 21.1.2010
Anfang des Jahrhunderts war Peak Oil noch ein Fremdwort. Noch in den 1990er Jahren prognostizierte die IEA einen Ölpreis von 20 Dollar pro Barrel für das Jahr 2020. Heute ist Peak Oil Realität. Die Ölpreise fluktuieren in noch vor zehn Jahren undenkbaren Höhen. Die Auswirkungen davon werden einzig durch die gedämpfte Rohölnachfrage infolge der Weltwirtschaftskrise abgeschwächt. Doch Peak Oil ist erreicht und in den Medien und der Öffentlichkeit als Begriff gesetzt. Trotzdem wird das Thema von der Politik konsequent totgeschwiegen. Angesichts der dramatischen Öl-Abhängigkeit der Weltwirtschaft und des in den kommenden 10 Jahren absehbaren jährlichen Förderrückgangs sollte sie aber schon längst gehandelt haben.
Mehr Infos in englisch:
hier und hier
Eine Presseerklärung des BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein, Wilhelmstraße 24a, 79098 Freiburg
www.bund-freiburg.de