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Atommülltransporte aus Frankreich nach Würenlingen (CH)

11.01.2001
In der ersten Jahreshälfte:

Die Schweizer Medien berichten, daß noch in diesem Halbjahr mit dem Rücktransport von Schweizer Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage in das gerade fertiggestellte atomare Zwischenlager in Würenlingen gerechnet wird.

Die Verantwortlichen der Schweiz haben am Montag in Bern eine französische Delegation entsprechend informiert. Die französischen Behörden hatten den Druck zur Rücknahme verstärkt, weil sich die Inbetriebnahme des Zwischenlagers auf Grund technischer Probleme verzögert hatte.

Für den BUND ist es mehr als bedenklich, daß trotz der nicht behobenen Probleme in Würenlingen jetzt so schnell mit der Anlieferung der heißen, strahlenden Behälter begonnen werden soll. Schließlich ist die Bewilligung der Betriebsaufnahme noch nicht erteilt.

Selbst die absolut unkritische und mehr als atomfreundliche Schweizer HSK, die "Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernkraftwerke", die in dieser Woche noch die Schweizer Atomanlagen heftig gelobt hatte, ist unzufrieden mit den Würenlinger Neubauten wie Presseberichten dieser Woche zu entnehmen war.

"Dort funktioniert der weltweit einzigartige Atommüll-Schmelzofen nicht so wie geplant, und die Atommüll-behälter werden heißer als erwartet. Nach Betreiberangaben der ZWILAG sollen die "offenen Punkte möglichst rasch geklärt werden"

Nach Ansicht von BUND Geschäftsführer Axel Mayer ist es unverantwortlich den französischen Behörden zuzusichern in Kürze mit der Rücknahme des Atommülls zu beginnen und die für die Menschen der Region so wichtigen Sicherheitsfragen nicht abschließend geklärt zu haben. Im Würenlinger Zwischenlager wird schließlich nicht Pudding gelagert, sondern die gefährlichsten Gifte der Menschheit.

Eine Presseerklärung des BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein, Wilhelmstraße 24a, 79098 Freiburg

www.bund-freiburg.de

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Dieser Artikel wurde 232 mal gelesen und am 8.7.2008 zuletzt geändert.