André Weckmann ist der „große, alte Mann“ der Literatur im Elsass und am Oberrhein. Seine Bücher und Gedichte in elsässerditsch, französisch und hochdeutsch waren und sind - vergleichbar mit der Literatur von René Schickele - ein wichtiges Bindeglied über den Rhein. Wer Menschen und Landschaft am Rhein, insbesondere aber die Geschichte, die Badener und Elsässer, Deutsche und Franzosen trennt und verbindet, verstehen will, der sollte unbedingt Weckmanns badisch-elsässischen Schlüsselroman „Wie die Würfel fallen“ lesen. Seine Texte und Gedichte waren prägend für den kurzen Aufschwung der grenzüberschreitenden alemannischen Regionalkultur in den Konflikten um die Atomanlagen in Wyhl, Gerstheim und um das geplante Bleichemiewerk im elsässischen Marckolsheim.
Über den Autor
André Weckmann wurde 1924 in Steinbourg/Steinburg (Unterelsaß) geboren. Germanistikstudium an der Universität Straßburg. Pädagoge und Schriftsteller. Lebt in Straßburg. Veröffentlichte Essays, Manifeste, Erzählungen und Romane in deutscher und französischer Sprache, Lyrikbände im niederalemannischen Dialekt und in Hochdeutsch; Hörspiele und Fernsehfilme in Alemannisch, Deutsch und Französisch. Preise u.a.: Johann-Peter-Hebel-Preis 1976; Jacob Burckhardt-Preis 1986; Carl-Zuckmayer-Medaille 1990; Friedestrompreis 1996.
Axel Mayer
aliénation
(andré weckmann)
lon d walder åbholze
lon d acker betoniëre
lon d båch grådstrecke
lon d vogese verböjje
lon d låndschåft verhunze
lon de rhin verrecke
lon d kåminer géft kotze
un sejje gedrôscht:
es måcht si ållewil ainer e båtze gald debî
Loni uf d zeh dratte
loni uf d nås spitze
loni s mül züehewwe
loni d kåpp ewer d äuje zejje
loni d wurzle åbschnîde
loni d sprôch verwurje
un sejje gedrôscht:
es verdiënt si ållewil ainer e rôts reckel debî
un jetz
gehn haim
wascheni d hand
setzeni vor d télé
loni met kitsch stopfe
loni s hérn ufwaiche
loni d seel plåttwålze
un
wann de speaker bonsoir het gsait
hankeni uf
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