BUND und PLENUM zeigen in einem farbigen Faltblatt den Wert alter Obstbäume auf:
Ein buntes und reich bebildertes Faltblatt macht auf die Schönheit, den Wert und die Gefährdung alter Obstbäume am Kaiserstuhl aufmerksam. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz – Regionalverband Südlicher Oberrhein hat mit finanzieller Unterstützung von PLENUM Kaiserstuhl die Informationen zusammengetragen und in eine ansprechende Form gebracht. Angesprochen werden vor allem die Besitzer und Nutzer von Obstbäumen.
Das Beispiel der Obstbäume zeigt deutlich den Zusammenhang von Natur, Landwirtschaft und landschaftsbezogenem Tourismus: In erster Linie werden Obstbäume von Landwirten wirtschaftlich genutzt und gepflegt. Dies trägt zu einer blütenreichen und schönen Landschaft bei, die von Erholungssuchenden geschätzt und aufgesucht wird. Und mit den Obstbäumen und Streuobstwiesen entstehen Biotope, die von Gartenrotschwanz, Wiedehopf, Steinkauz und vielen anderen Tier- und Pflanzenarten besiedelt werden.
Wer durch den Kaiserstuhl fährt, sieht an manchen Stellen wieder gefällte alte Obstbäume, weil sie aus der Nutzung gefallen sind oder niedrigen Obstplantagen weichen müssen. Gerade aber die schönen, großen, alten Obstbäume prägen das Bild des Kaiserstuhls. Und in deren Baumhöhlen, toten Ästen oder unter abgestorbener Rinde und im Holzmulm leben etliche "Totholzbewohner", die auf diese Lebensräume spezialisiert sind und für das noch lebende Holz keinerlei Gefahr darstellen. Natürlich kann nicht jeder alte Baum beliebig lange stehen bleiben. Aber mit ein paar Sicherungsmaßnahmen können alte Bäume an vielen Stellen noch einige Jahr ihre Pracht entfalten und der besonderen Tierwelt Heimat bieten. Um diese Schönheiten der Kulturlandschaft zu erhalten, müssen zum Einen alte Obstbäume erhalten und zum anderen neue gepflanzt werden. Aus diesem Grunde hat PLENUM im Jahr 2004 auch eine Pflanzaktion hochstämmiger Obstbäume gefördert, an der sich über 400 Personen beteiligt und dabei rund 1400 Obstbäume gepflanzt haben.
Das farbige Faltblatt liegt an vielen Stellen am Kaiserstuhl aus. Sie erhalten es aber auch direkt bei Einsendung eines frankierten Rückumschlages beim BUND, Wilhelmstr. 24a, 79098 Freiburg. Text und Bilder finden Sie auch im Internet:
(Alle Fotos aus dem Faltblatt können Sie gerne verwenden. Wir mailen Ihnen auch gerne Fotos zu)
Axel Mayer (Geschäftsführer BUND) und Matthias Hollerbach (Regionalmanager PLENUM)
Eine Presseerklärung des BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein, Wilhelmstraße 24a, 79098 Freiburg
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Dieser Artikel wurde 200 mal gelesen und am 8.7.2008 zuletzt geändert.